"Schnee" im Sommer
Ein heftiges Hagelgewitter zog Freitag früh über das Osttiroler Pustertal und richtete vor allem in Anras und Assling wieder schwere Schäden an.

Foto © Markus SchneiderLeser-Reporter Markus Schneider aus Sillian fotografierte die Spuren des Hagelgewitters
Golfballgroße Hagelkörner prasselten gestern am frühen Morgen im Osttiroler Pustertal nieder und rissen die Bewohner aus dem Schlaf. Ein starkes Hagelgewitter entlud sich gegen 5.30 Uhr über der Region und richtete teils schwere Schäden an. Besonders heftig wütete das Gewitter erneut in den Gemeinden Anras und Assling.
Gglimpflich davongekommen. "Es ging ein Hagel nieder, wie in den letzten zehn Jahren nicht mehr. Dafür sind wir noch ziemlich glimpflich davongekommen", sagt Anton Oberhofer, Bürgermeister der Gemeinde Anras. Zwischen dem Ortsteil Asch und Anras verlegte ein Felsabbruch die Landesstraße, welche daraufhin zwei Stunden lang gesperrt werden musste. In Mittewald tobte das so genannte Grabenbachl, wo Wasser sowie Schotter und Verschlammungen über die Ufer traten. "Das dort aufgrund der letzten Gewitter provisorisch errichtete Auffangbecken war fast bis zur Gänze mit Geröll gefüllt", so Oberhofer.
Feuerwehr im Einsatz. Die FF-Mittewald stand mit zehn Mann im Einsatz. Häuser sind von den Unwettern verschont geblieben. "Wir sind aufgrund der diesjährigen Wetterlage laufend die Gemeinde abgefahren, um für etwaige Unwetter gerüstet zu sein", so Oberhofer. In der Nachbargemeinde Assling waren die Straßen nach Hangrutschen in Kosten-Linde und in Oberthal für Stunden blockiert.
Stadldach völlig zerstört. Eine böse Überraschung erlebte Gast- und Landwirt Klaus Baumgartner aus Bannberg. Hagelkörner durchschlugen das Dach des Wirtschaftsgebäudes und richteten großen Schaden an. Noch immer gesperrt ist die Pustertaler Höhenstraße zwischen Bannberg und Schrottendorf.
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