Sommertourismus: Hotellerie und Gastronomie bisher nicht zufrieden
Geht es nach den österreichischen Gastronomen, fällt die Tourismus-Bilanz für den Sommer "eher negativ" aus. Ein Drittel der Betriebe befürchtet einen sinkenden Umsatz.

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Im Gegensatz zur guten Wintersaison beurteilen die
heimischen Tourismusbetriebe die bisherige Sommersaison wenig
euphorisch. Ein Drittel der Betriebe fürchtet einen sinkenden Umsatz,
knapp die Hälfte der Hotellerie-Betriebe sind mit den
Nächtigungszahlen nicht zufrieden.
Skeptisch und nervös.
Vor allem in den ländlichen Regionen von Salzburg und Tirol äußern sich die Touristiker skeptisch. Positiver bilanzieren dagegen die östlichen Bundesländer.
Die Gäste buchen sehr kurzfristig, "das macht uns nervös", sagte der
Spartenobmann Tourismus in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
Johann Schenner, heute, Mittwoch, bei einem Pressegespräch in Wien.
Mehr negativ.
Bisher blicken 34 Prozent der Hotellerie und Gastronomie der
Sommersaison "eher negativ" entgegen, "sehr negativ" beurteilen 9
Prozent die Lage. "Sehr positiv" befinden lediglich 6 Prozent den
bisherigen Sommer, hat eine Online-Umfrage des Market-Instituts unter
3.615 Mitgliedern der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft der
WKÖ ergeben.
Buchungen.
Mehrheitlich unzufrieden zeigten sich die Hotelbetriebe mit der
Buchungslage, die im Umfragezeitraum (8. bis 16. Juli) unter dem
Niveau des Sommers 2007 lag. Besonders kritisch äußerten sich die
Salzburger und Tiroler Betriebe.
Personalmangel.
Obwohl die Buchungslage besser sein könnte, sucht die Hälfte der
Tourismusbetriebe noch immer Personal. Insgesamt sucht jeder zweite
Betrieb Mitarbeiter im Service und in der Küche.
Prognose.
Das große Geschäft werden die Tourismusbetriebe heuer aber nicht
machen: 33 Prozent der österreichischen Betriebe gehen für diesen
Sommer von einem sinkenden Umsatz aus, 37 Prozent glauben, dass er
gleichbleiben wird und immerhin 15 Prozent erwarten einen steigenden
Umsatz. Vor allem die steigenden Energie- und Transportkosten machen
den Betrieben zu schaffen. Diese Verteuerungen würden "sicher nicht"
voll weitergegeben werden, mit einer moderaten Steigerung im
kommenden Winter müssen die Gäste aber schon rechnen.
Kurzfristige Buchungen.
Trotz allem ist Schenner zuversichtlich, insgesamt positiv zu
bilanzieren. Das Sommerergebnis werde "nicht so schlecht" ausfallen,
die Betriebe seien nur momentan nervös, weil die Gäste nicht mehr
längere Zeit im Vorhinein buchen.











