Telekom will 170 Mitarbeiter einsparen
Der Betriebsrat erhebt Mobbing-Vorwürfe, das Management äußert sich nicht dazu.
Im Jahr 2000 beschäftigte die Telekom in Kärnten noch 1200 Mitarbeiter. Gestern waren es 600, davon 530 Beamte und 70 Angestellte. Wie viele werden es mit Jahresende noch sein? "Wahrscheinlich 170 weniger fürchtet Harald Valent, Betriebsrat bei der Telekom.
Personalabbau forciert. Pläne für eine Beamtenagentur werden bei der Telekom ja schon länger gewälzt. Dorthin will das Management einen Teil ihrer Mitarbeiter abschieben um sie so von der eigenen Gehaltsliste zu streichen. Valent spricht sogar von Mobbing gegenüber den Mitarbeitern um den Personalabbau zu forcieren. "Im September" könnten laut Valent die ersten Mitarbeiter in diese Agentur "abgeschoben" werden. Mit rund 100 Beamten, die in diesen Pool kommen, rechnen die Betriebsräte in der ersten Phase. "Für die 70 Angestellten der Telekom sieht es noch schlechter aus", glaubt Valent. "Diese werden wohl gekündigt werden", so seine Befürchtung. "Herr Nemsic hat uns gegenüber bereits gesagt: Entweder Personalabbau oder keine Investitionen mehr", sagt Valent. Nachsatz: So könne man bei einem maroden Unternehmen argumentieren, aber nicht bei der Telekom, die im Vorjahr 500 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftete. Was mit den Mitarbeitern in der Beamten-Agentur passieren würde, wagt derzeit noch niemand abzuschätzen. "Vermutlich würden sie zum Nichtstun vergattert und das auf Kosten der Steuerzahler."
Nicht zu erreichen.Telekom Regionalmanager Manfred Erian war gestern für keine Stellungnahme zu erreichen, eine Telekom-Sprecherin kündigte an, den Mobbing-Vorwürfen nachzugehen.











