Feuerwehren hielten Wasser in Schach
Straßen waren überflutet, Hänge gerieten ins Rutschen. 900 Feuerwehrleute standen in den vergangenen zwei Tagen rund um die Uhr im Einsatz.

Foto © LR Manuela FrankDer Wildbach in Vorderberg zeigte sich von seiner reißenden Seite
Rund 900 Feuerwehrleute standen am Freitag in Kärnten rund um die Uhr im Einsatz. In Stuben, in der Gemeinde Weißenstein, musste ein Haus evakuiert werden, weil ein Hang ins Rutschen geraten war. Der Landesgeologe hat den sechs dort lebenden Menschen empfohlen, sich deshalb für zwei Nächte eine andere Unterkunft zu suchen. "Wir haben uns gestern aber alles genau angesehen, und dann beschlossen, dass wir in dem Haus bleiben", sagt Willibald Galsterer, einer der Bewohner. Er konnte Freitagnachmittag gerade noch sein Auto vor dem Geröll in Sicherheit bringen. Der Zubau des Hauses wurde stark beschädigt.
Links
10.000 Blitze. Besonders schlimm vom Starkregen betroffen war die Stadtgemeinde Hermagor Presseggersee. "Rund 100 Liter pro Quadratmeter an Niederschlag sind innerhalb von 24 Stunden in mehreren Schüben von Donnerstagnacht bis Freitagabend niedergeprasselt. Zudem gab es 10.000 Blitze", sagt Albert Sudy von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Graz.
Binnen 30 Minuten. Binnen 30 Minuten mussten die Feuerwehren in Hermagor bis zu 50 Einsätze abarbeiten. Allein die Gailtalstraße war an rund 20 Stellen überflutet. Durch das vernetzte Feuerwehrsystem gab es bei den Einsätzen aber keine Probleme", sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Rudolf Robin. 27 freiwillige Feuerwehren von St. Stefan/Gail über Weißbriach bis Kirchbach waren mit 350 Mann im Einsatz. Bagger unterstützten die Hilfskräfte. "Diese enormen Regenmengen hat das Abflusssystem nicht mehr geschafft. Es gab zahlreiche Überflutungen von Straßen", sagt Hermagors Bürgermeister Vinzenz Rauscher.
Schäden. Die gröbsten Schäden durch Überflutungen und Hangrutschungen waren am Samstag bereits beseitigt. Nur bei der OMV-Tankstelle in Hermagor bahnte sich der Prießeneggerbach noch seinen Weg über die B111. "Seit 1996 ist der Bach jetzt das vierte Mal über die Ufer getreten", sagt Anrainer Erich Kreuzer, dessen Wohnung im Erdgeschoss einige Zentimeter unter Wasser stand. Rund 150.000 Euro sind notwendig, um den Bach neu zu verrohren", erklärt Dietmar Koller vom Amt für Wasserwirtschaft. Laut Rauscher soll diese Bach-Verrohrung unter der Bundesstraße nun rasch umgesetzt werden. Ebenso das Projekt für den Postraner Bach, der zwei Wohnobjekte bedrohe. "Generell halten sich die Schäden durch das Unwetter im Bezirk Hermagor aber in Grenzen", bilanziert Robin.
Features
Foto

Das aufziehende GewitterFoto © LR Ilse Jank
Foto

Foto © LR Manuela Frank
Foto

Überflutung in PresseggenFoto © LR Ilse Jank
Foto

Überfluteter Acker in PresseggenFoto © LR Ilse Jank
Foto

Foto © KK/ÖA-Team BFKdo Hermagor – LM Florian Jost
Foto

Foto © KK/ÖA-Team BFKdo Hermagor – LM Florian Jost
Foto

Foto © KK/ÖA-Team BFKdo Hermagor – LM Florian Jost
Foto

Foto © KK/ÖA-Team BFKdo Hermagor – LM Florian Jost
Foto

Foto © KK/ÖA-Team BFKdo Hermagor – LM Florian Jost











