Soldaten sollen in Italiens Großstädten für Sicherheit sorgen
Ab kommenden Montag werden 3.000 italienische Soldaten zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit in Städten wie Rom und Mailand eingesetzt.

Foto © APItalien schickt Soldaten zur Kriminalitätsbekämpfung auf Straßen
In Italien sollen Soldaten die Polizei bei der
Bekämpfung von Kriminalität und illegaler Zuwanderung unterstützen.
Von Montag an werden nach dem Willen der konservativen Regierung
mehrere tausend Armeeangehörige in den Straßen von Großstädten wie
Rom, Mailand, Neapel und Palermo auf Streife gehen.
Anschlagsziele.
Sie sollen zudem den Vatikan, den Mailänder Dom, Bahnhöfe,
Botschaften und andere mögliche Anschlagsziele bewachen. Den
Unterstützungseinsatz vereinbarten am Dienstag Innenminister Roberto
Maroni und Verteidigungsminister Ignazio La Russa.
Sorgen der Bürger.
Die Entscheidung zeige die Entschlossenheit der Regierung, die
Sorgen der Bürger zu zerstreuen, sagte La Russa. Vertreter der linken
Opposition warnten dagegen, der Einsatz von Soldaten im historischen
Stadtzentren auf dem Höhepunkt der Urlaubssaison werde das Ansehen
des Reiselandes Italien zerstören.
Etatkürzungen.
Die Probleme bei der Kriminalitätsbekämpfung seien auf
Etatkürzungen bei der Polizei zurückzuführen. Die jetzt beschlossenen
Maßnahmen seien so erfolgversprechend wie "Gesicht waschen mit
schmutzigem Wasser", sagte der Oppositionsabgeordnete Antonio di
Pietro.
Features
Fünf Städte
Die Soldaten sollen in einer ersten Phase in fünf Städten - Mailand, Rom, Neapel, Padua und Verona - eingesetzt werden. Sollten die Resultate positiv sein, sollen sie in weiteren fünf zum Einsatz kommen.
Kostenpunkt
Allein in Mailand werden 300 Soldaten stationieren. Der
Militäreinsatz in den Metro-













