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Zuletzt aktualisiert: 03.08.2008 um 17:47 Uhr

Geständnis von verdächtigem PKK-Kämpfer zu Istanbul-Bomben

Laut einer türkischen Zeitung gestand ein Verdächtiger bereits das Platzieren der Bombe. Experten vermuten, dass die PKK-Führung die Kontrolle über radikale Zellen verlor.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan am Ort der Anschläge

Foto © APAMinisterpräsident Recep Tayyip Erdogan am Ort der Anschläge

In Fall der Bombenanschläge von Istanbul, bei denen am vergangenen Sonntag 17 Menschen getötet und weitere 150 verletzt worden waren, gibt es nach türkischen Medienberichten ein Geständnis. Mehrere Zeitungen berichteten am Sonntag von einem Attentäter namens Huseyin Tureli, der von der PKK im benachbarten Irak ausgebildet wurde. Er habe das Platzieren der Bomben in der belebten Fußgängerzone von Güngören bereits gestanden, schrieb "Hürriyet", ohne ihre Quellen zu nennen.

Fünf Komplizen. Auch habe der 26-Jährige bereits das Zünden der Sprengsätze per Mobiltelefon zugegeben. Laut Hürriyet wurde er von fünf Komplizen zum Anschlagsort begleitet. Sie hätten sich nach den Explosionen rund 20 Minuten lang das Blutbad angesehen, bevor sie den Tatort verließen. Aufnahmen von Sicherheitskameras und Telefongesprächen brachten die Ermittler nach Angaben von "Hürriyet" auf die Spur der Verdächtigen. Insgesamt wurden wegen der Anschläge acht Personen in Untersuchungshaft genommen.

Kontrolle verloren. Am vergangenen Sonntag waren nach der Explosion einer Bombe in Güngören, die zwei Passanten tötete, viele Menschen am Tatort zusammengelaufen. Bei der anschließend ausgelösten zweiten Explosion gab es 15 weitere Tote. Mehr als 150 Menschen wurden verletzt. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte bereits indirekt die PKK für die Tat verantwortlich gemacht; diese bestritt jedoch jegliche Beteiligung. Nach Angaben von Türkei-Experten hat die PKK-Führung jedoch die Kontrolle über einzelne radikale Zellen ihrer Organisation verloren.


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PKK

Die PKK kämpft seit 1984 für die Unabhängigkeit des Kurdengebietes. In dem Konflikt kamen bisher mehr als 37.000 Menschen ums Leben. Die türkische Regierung geht gegen die kurdischen Rebellen auch im Nachbarland Irak vor.

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