EU will Passagierdaten nach US-Vorbild speichern
Das System soll bereits bis Ende des nächsten Jahres aufgebaut sein.

Foto © APAAb Juni 2009 sollen in Österreich die Reisepässe mit Fingerabdrücken versehen werden
Die EU-Innenminister haben sich grundsätzlich
auf eine Speicherung von Flugpassagierdaten in der Europäischen Union
nach dem Vorbild der USA verständigt. Das teilte die französische
Innenministerin Michele Alliot-Marie am Donnerstagabend bei einer
Ministertagung in Brüssel mit.
Das System soll nach Angaben von
EU-Innenkommissar Jacques Barrot bis Ende nächsten Jahres aufgebaut
sein. Die USA speichern als eine Folge der Terroranschläge von 11.
September 2001 bereits seit 2003 Daten von Flugpassagieren.
Auch Daten von Nicht-EU-Staaten?
Geklärt werden muss laut Alliot-Marie noch, ob nur die Daten von
Passagieren aus Nicht-EU-Staaten auf Flügen in die Europäische Union
erfasst werden sollen oder auch die von EU-Bürgern auf
innereuropäischen Flügen.
Maximal 19 Datensätze.
Laut einem dem Vorschlagsentwurf sollen maximal 19 Datensätze
verlangt und bis zu 13 Jahre - im jeweiligen Mitgliedstaat der
Landung oder des Abflugs - aufbewahrt bwz. im Verdachtsfall
analysiert und weiterverwendet werden. Nach fünf Jahren sollen
Zugriffe nur noch unter bestimmten Umständen möglich sein.
Wie lange speichern?
Die
genauen Speicher-Zeiträume könnten sich noch ändern, hieß es in
Brüssel. Sensible Daten wie politische Ausrichtung,
Religionsbekenntnis oder sexuelle Orientierung müssen laut dem
Kommissionsentwurf sofort gelöscht werden.
Features
Fakten
Anhand der Fluggastdaten-
sätze können
die in der Abwicklung von Flugreisen tätigen Unternehmen und
Einrichtungen - vom Reisebüro bis hin zu den Abfertigungs-
hallen - auf
alle mit der Flugreise des Passagiers zusammenhängenden Daten
zugreifen. Anzahl und Inhalt der Felder mit Informa-
tionen in einem
Fluggast-
datensatz variieren je nach Fluggesellschaft und Passagier
und können bis zu 60 Felder aufweisen.
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Die Sicherheitsbestimmungen werden immer schärferFoto © AP










