Foto schockiert Italien: Sonnenbaden neben toten Roma-Mädchen
Kinder waren vor einem beliebten Badestrand in Neapel ertrunken, ihre Leichen störten dann Badegäste offenbar nicht weiter: Der Erzbischof von Neapel ortet "traurige und entsetzliche Gleichgültigkeit", die Angehörigen klagen an.

Foto © APATiefe Trauer bei Italiens Roma
In Italien hat das Foto zweier toter Roma-Mädchen an einem beliebten Badestrand für Entsetzen gesorgt: Im Hintergrund der nur notdürftig mit Handtüchern bedeckten Leichen sitzt ein Paar beim Sonnenbaden an dem Strand von Torregaveta bei Neapel. Italienische Medien
berichteten, dass die Cousinen Violetta (12) und Cristina (13) ihre Waren verkaufen wollten und dann beim Baden in den Wellen ertrunken waren.
Triste Umstände. Die Familienumstände der beiden Mädchen hätten trister nicht sein können: Die erst 28-jährige Mutter bekam die Mädchen mit 15 bzw. 16 Jahren, der Vater sitzt wegen Diebstahls im Gefängnis. Ein Angehöriger der Familie meinte zum tragischen Tod der Kinder: "Unsere beiden Mädchen sind wie Hunde gestorben, während sich die Menschen sonnten - nun sollen sie sich auch an uns erinnern, an uns, die wir wie Hunde in den Abfällen der Napolitaner leben".
"Entsetzliche Gleichgültigkeit". Offiziell zeigt sich vor allem der Erzbischof von Neapel, Crescenzio Sepe, entrüstet: Er prangerte in der Zeitung "La Repubblica" die "traurige und entsetzliche Gleichgültigkeit" an, die schlimmer sei als das Müllproblem, mit dem Neapel weltweit seinen Ruf geschädigt habe.










