Smog: Chinesen müssen wegen Olympia auf das Auto verzichten
16 der 20 Städte mit der weltweit schlechtesten Luftqualität liegen in China, vor Olympia will die Volksrepublik jetzt zumindest in der Hauptstadt Peking reinen Tisch machen.

Foto © APGrauer Alltag in Peking: Sonne gibt es hier selten
Zur Verbesserung der chronisch schlechten Luftqualität vor den Olympischen Spielen ist in Peking ein umfassendes Fahrverbot in Kraft getreten. In den kommenden zwei Monaten darf jeweils nur die Hälfte der 3,3 Millionen Autos auf den Straßen der chinesischen Hauptstadt unterwegs sein, abhängig von geraden oder ungeraden Nummernschildern. Am Montag, dem ersten Werktag seit der Einführung der Verkehrsbeschränkungen, kam es im morgendlichen Berufsverkehr zunächst nicht zu dem befürchteten Chaos in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Flexible Arbeitszeiten.
Um die Rushhour etwas zu entschärfen, waren die Beschäftigten zu
einer Flexibilisierung ihrer Arbeitszeit aufgerufen worden.
Öffentliche Einrichtungen öffneten eine Stunde später als normal.
Seit Monatsbeginn sind bereits 300.000 Fahrzeuge mit hohem
Schadstoffausstoß komplett von den Straßen verbannt. Die Behörden
lassen angesichts der Luftverschmutzung außerdem zahlreiche Fabriken
vorübergehend schließen. Chemiewerke, Gießereien und andere
Unternehmen müssen ihre Emissionen um 30 Prozent reduzieren,
Bauarbeiten werden vollständig eingestellt.
Traurige Rekordhalter.
Nach Angaben der Weltbank liegen 16 der 20 Städte mit der weltweit
schlechtesten Luftqualität in China. Etliche Athleten haben sich
entschieden, ihr Training außerhalb der Hauptstadt zu absolvieren.
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques
Rogge, hat mehrfach gewarnt, dass Wettkämpfe in Ausdauersportarten
von mehr als einer Stunde Dauer wegen der Luftverschmutzung
verschoben werden könnten.










