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Zuletzt aktualisiert: 20.07.2008 um 15:30 Uhr

Tätliche Angriffe auf Assistenzsoldaten im Burgenland

Eine Wirtshausrauferei mit einem Verletzten ging zweitem Angriff auf Bundesheerstreife voraus.

Wenig Respekt vor der Authorität des österreichsichen Bundesheeres zeigten betrunkene Burgenländer

Foto © APAWenig Respekt vor der Authorität des österreichsichen Bundesheeres zeigten betrunkene Burgenländer

Zu zwei tätlichen Angriffen auf Assistenzsoldaten des Bundesheeres kam es am Samstagabend und in der Nacht auf Sonntag in Pinkafeld (Bezirk Oberwart). Nach Angaben der Sicherheitsdirektion Burgenland attackierte zunächst gegen 20.45 Uhr ein 27-jähriger Pinkafelder zwei Soldaten, die sich im Ort auf Fußstreife befanden. Am Sonntagmorgen um 4.00 Uhr wurde eine Gruppe von vier Soldaten, ebenfalls von einem 27-jährigen Mann, attackiert, bei dem es sich aber um eine andere Person handelte als bei der ersten Attacke, so die Sicherheitsdirektion Burgenland.

Betrunken. Beim ersten Vorfall am Samstagabend pöbelte ein 27-jähriger Mann aus Pinkafeld zwei Soldaten einer Fußstreife an. Die beiden versuchten den offenbar Betrunkenen zunächst zu ignorieren. Als der Mann aber einem der Soldaten einen Stoß versetzte, dass dieser mit dem Kopf gegen eine Auslagenscheibe prallte, und er im Anschluss versuchte, die beiden durch Beinstellen zu Fall zu bringen, verständigten sie die Polizei.

"Soldaten provozierten mich". Der Pinkafelder gab den Beamten gegenüber an, beim Urinieren gegen eine Hauswand von den Soldaten provoziert worden zu sein. Er wurde angezeigt. Der Soldat, der mit dem Kopf gegen die Auslagenscheibe geprallt war, und danach über Kopfschmerzen klagte, wurde in das Krankenhaus Oberwart gebracht.

Rauferei. In den Morgenstunden des Sonntag, um 3.45 Uhr, kam es in einem Lokal in Pinkafeld zunächst zu einer Rauferei. Ein 37-jähriger wurde dabei von einem 27-jährigen so schwer verletzt, dass er mit der Rettung ins Krankenhaus Oberwart gebracht werden musste.

Beschimpfungen. Der 27-jährige suchte daraufhin das Weite und traf kurz nach 4.00 Uhr im Ortsgebiet von Pinkafeld auf eine vierköpfige Assistenzstreife des Bundesheers. Er beschimpfte die Soldaten zunächst, trat gegen ihr Dienstauto und stieß einen der Soldaten gegen die Schulter. Der Mann wurde ebenfalls angezeigt. Einen Zusammenhang der beiden Vorfälle von Samstagabend und Sonntag früh konnte die Sicherheitsdirektion Burgenland zunächst weder bestätigen noch dementieren.


Assistenzeinsatz

Als solches wurde ein Assistenzeinsatz des Österreichischen Bundesheers für das Innenministerium an den österreichischen Außengrenzen zur Slowakei und Ungarn bezeichnet.

Beginn

Der Assistenzeinsatz wurde nach dem Fall des Eisernen Vorhangs am 4. September 1990 per Ministerrats-Beschluss ursprünglich für nur 10 Wochen eingerichtet und seit damals kontinuierlich verlängert.

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