Im Trinkwasser waren Bakterien
1800 Euro Geldstrafe für einen Landwirt und Buschenschank-Betreiber, in dessen Hausbrunnen verunreinigtes Wasser nachgewiesen wurde.
Wer seinen Gästen Wasser aus dem eigenen Hausbrunnen kredenzt, steht unter besonders strengen Auflagen der Lebensmittelaufsicht. Einmal pro Jahr müssen die Besitzer einer solchen Anlage einen Prüfbericht an die Behörde schicken. Ein Landwirt und Betreiber einer Buschenschank aus dem Raum Villach hat das verabsäumt, was dazu führte, dass er sich gestern vor dem Landesgericht Klagenfurt wiederfand.
Untersuchung des Brunnens. Eine Kontrolleurin wurde hellhörig, nachdem der Landwirt sogar nach einer Aufforderung keinen Prüfbericht eingereicht hatte. Eine Untersuchung des Brunnens ergab, dass das Wasser verunreinigt war. Ein Umstand, der dem Landwirt bereits seit November 2006 bekannt war. "Die Berichte nicht einzuschicken, war ein Fehler von mir", gesteht der 42-Jährige ein. Aber ausgeschenkt habe er das Wasser nicht: "Ich habe für die Gäste immer nur Mineralwasser aus Flaschen verwendet und in den Toiletten Schilder angebracht, wonach in den Leitungen kein Trinkwasser sei." Die Existenz dieser Schilder bestätigt auch der Prüfbericht der Lebensmittelaufsicht.
Gefundene Kolibakterien. Die im Wasser gefundenen Kolibakterien sind laut Lebensmitteluntersuchungsanstalt in der aufgetretenen Menge nicht gesundheitsgefährdend. "Allerdings sind sie ein Indikator dafür, dass das Wasser verunreinigt ist", so der Zeuge.
Öffentliches Wassernetz. Der Landwirt, dessen Anwesen an das öffentliche Wassernetz angeschlossen ist, wurde des "fahrlässigen Inverkehrbringens verunreinigter Lebensmittel" für schuldig befunden. Ein Vorsatz konnte nicht nachgewiesen werden. Das - nicht rechtskräftige - Urteil: eine Geldstrafe von 1800 Euro.











