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Zuletzt aktualisiert: 12.07.2008 um 18:00 UhrKommentare

Politische dreizehnte Regenbogenparade in Wien

Die Organisatoren freuten sich heuer über mehr als 120.000 Teilnehmer.

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Wenige Wochen nach der Fußball-Europameisterschaft hat am Samstag die 13. Wiener Regenbogenparade wieder für eine Sperre der Ringstraße gesorgt: Bei Sonnenschein zogen über 120.000 Mitglieder der Gemeinschaft der Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen sowie viele Schaulustige vom Stadtpark aus gegen die Fahrtrichtung, also "andersrum", zum Heldenplatz. "Wir hatten definitiv mehr Leute als letztes Jahr", freute sich Christian Högl vom Organisator HOSI (Homosexuellen Initiative) Wien gegenüber der APA.

Im Zeichen der Neuwahlen. Der dreistündige Zug über Wiens Prachtstraße stand dabei im Zeichen der bevorstehenden Neuwahlen. Eigentlich habe man ja heuer bereits die Möglichkeit eingetragener Partnerschaften für Homosexuelle feiern wollen, so Högl. Der von der SPÖ initiierte Gesetzesentwurf sei aufgrund der politischen Entwicklung nun aber wieder Makulatur. Bereits im Vorfeld hatte das Thema für Diskussionen gesorgt. So ließ SPÖ-Parlamentspräsidentin Barbara Prammer erstmals Regenbogenfahnen vor der Volksvertretung, die am Wege der Parade liegt, hissen. Daneben waren SPÖ und Grüne mit jeweils eigenen Wagen und der Forderung nach gleichen Rechten im Demonstrationszug vertreten.

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"Gipfel der Peinlichkeit". Für Aufsehen hatte am Freitag auch ÖVP-Cityvorsteherin Ursula Stenzel gesorgt, als sie sich mit Regenbogenfahne und VP-Familienbund-Schild ablichten ließ. Der FPÖ-Abgeordnete Karlheinz Klement hatte dagegen Prammers Flaggenhissen als "Gipfel der Peinlichkeit" gegeißelt.


Fakten

Ihren Endpunkt fand die Parade heuer wieder auf dem Heldenplatz, nachdem man im vergangenen Jahr aufgrund der Buchungslage auf den Schwarzenbergplatz hatte ausweichen müssen.

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