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    Zuletzt aktualisiert: 09.07.2008 um 08:50 UhrKommentare

    Sauberer EM-Streit um Neuen Platz

    SPÖ, Grüne und BZÖ empören sich über Flecken. Bürgermeister Scheucher kündigt Reinigung an.

    Verschmutztes Pflaster am Neuen Platz in Klagenfurt

    Foto © APAVerschmutztes Pflaster am Neuen Platz in Klagenfurt

    Wirbel herrscht einmal mehr in der Causa Neuer Platz. Der Stein des Anstoßes: die Verunreinigung des neuen Bodens durch die Euro. Kritik hagelt es vor allem von der SPÖ.

    Wohnzimmer. Von "einem sündteuren Schildbürgermeisterstreich auf Kosten der Steuerzahler" spricht SPÖ-Landesgeschäftsführer Gerald Passegger. Seine Parteikollegin, Klagenfurts Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, fordert, dass "der Bürgermeister den Neuen Platz zum Wohnzimmer für die Klagenfurter machen solle".

    Reinigung. Bürgermeister Harald Scheucher (ÖVP) reagierte gestern im Rahmen einer Pressekonferenz mit Unverständnis auf die Aufregung: "Eine Reinigung ist bereits organisiert."

    Spezialtrupp. Am 14. Juli würde eine Wiener Spezialfirma anrücken und in einer einwöchigen Säuberungsaktion den Platz wieder in den Zustand bringen, wie er bei der Eröffnung im Mai war. "Es bleibt abzuwarten, ob die Öl- und Fettreste damit wirklich entfernt werden können", meint dazu Grünen-Gemeinderätin Angelika Hödl. Sie kritisiert genauso wie BZÖ-Stadtrat Christian Scheider neben den Flecken auch Mathiaschitz. Diese habe die Nutzung des Platzes als Fanzone doch selbst abgesegnet.

    Umfragen. Eigentlich lud Scheucher zur Pressekonferenz, um die Ergebnisse zweier von ihm in Auftrag gegebener Umfragen zu präsentieren. In einer wurden 420 Klagenfurter Bürger befragt. Es ging dabei um die Zukunft des Klagenfurter Stadions. "57 Prozent der Befragten sprachen sich für den Rückbau auf eine Länderspiel taugliche Größe von 18.000 Plätzen aus", sagte der Bürgermeister.

    Bekanntheit. Eine zweite Umfrage, die in Deutschland, der Schweiz und in Oberitalien durchgeführt wurde, beschäftigte sich mit der Bekanntheit der Stadt durch die Euro. Ein markantes Ergebnis: Klagenfurt ist in Deutschland mit 28 Prozent Österreichs dritt bekannteste Stadt.

    PETRA LERCHBAUMER

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