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    Zuletzt aktualisiert: 07.07.2008 um 13:18 UhrKommentare

    Mordprozess nach Schussattentat

    Mordprozess nach Schussattentat bei Familienfeier in Kärnten. 37-jähriger Rumäne feuerte mit Schrotflinte auf Gäste: Ein 43-Jährige erlag ihren Verletzungen. Am Dienstag ist Prozessbeginn.

    Wegen teils vollendeten und teils versuchten Mordes muss sich ein 37 Jahre alter Rumäne ab Dienstag am Landesgericht Klagenfurt in einem auf drei Tage anberaumten Geschworenenprozess verantworten.

    Familienfeier. Der Mann hatte im Juni des Vorjahres im Zuge einer Familienfeier im Kärntner Mölltal wahllos auf Gäste gefeuert. Eines der Opfer, eine 43-jährige gebürtige Rumänin, erlag zehn Tage nach der Bluttat im Landeskrankenhaus Klagenfurt ihren Verletzungen. Die Frau hatte seit vielen Jahren in Penk (Bezirk Spittal/Drau) gelebt.

    Auslöser. Auslöser für die Bluttat war ein Familienstreit. Mit 1,5 Promille im Blut hatte der Rumäne in der Nacht auf den 24. Juni zweimal durch eine Türe und ein Fenster auf die Gäste eines Tauffestes im Feuerwehrhaus von Napplach im Mölltal geschossen und sich wenig später der Polizei gestellt. Der Mann hatte seit längerem mit zwei Landsleuten in Streit gelebt.

    Streit. Auch im Laufe des Festes kam es zwischen dem Angeklagten und seinen Kontrahenten zu Streitigkeiten, die vorerst noch von anderen Gästen bereinigt werden konnten. Der 37-Jährige verließ am späten Abend die Feier, fuhr nach Hause und holte eine Schrotflinte sowie ein 60 Zentimeter langes Metallschwert. Kurz nach Mitternacht schoss er durch die geschlossene Glaseingangstüre in das Feuerwehrhaus. Hinter der Verglasung der Türe hatte er einen Streitgegner vermutet.

    Unbeteiligte. Der Schuss traf allerdings zwei Frauen, die dort zufällig nebeneinanderstanden. Beide wurden schwerst und zwei weitere Personen durch Glasscherben leicht verletzt. Der Rumäne lud eine Patrone nach und feuerte noch einen Schuss durch ein Fenster in das Gebäude. Dabei entstand lediglich Sachschaden.

    Geladen. Der Angeklagte ist laut Landesgericht Klagenfurt "insbesondere in subjektiver Hinsicht nicht geständig". Im Geschworenenerfahren sind sieben Opfer, fünf Sachverständige und elf Zeugen geladen. Mit einem Urteil wird am Donnerstag gerechnet, dem Rumänen droht lebenslange Haft.


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