Mit 11.000 "Fleck" in die Ferien
Doch nicht nur Kärntens Schüler gehören geprüft - auch Schulen und deren Lehrer durch externe Qualitätsevaluierungen.
Von 26.840 Kärntner Schülern aus AHS und BHS gehen am Freitag rund 5000 Jugendliche mit mindestens einem Nicht Genügend im Zeugnis nachhause. Insgesamt wurden 10.929 "Fleck" von Kärntner Lehrern ausgeteilt. "Eine alarmierende Zahl", sagt die Landesschulratspräsidentin Claudia Egger.
Wie die Schotten. Liegt die Schuld alleine bei den "eingefleckten" Schülern? Oder sollten auch Schulen und Lehrer unter die Lupe genommen werden? "Die Schulbilanz, die wir am Ende eines Schuljahres versenden, reicht nicht aus", betont Hans Isop, AHS-Landesschulinspektor. "Ich begrüße eine externe Qualitätsevaluierung - wie in Deutschland, Finnland oder Schottland." Dem stimmt auch Egger zu: "Es gab ein Pilotprojekt an den Gymnasien St. Veit und Feldkirchen. Im Pflichtschulbereich gibt es das Kärntner Inspektoren-Modell." Beurteilt werden Schulklima, Leistung, Qualitätsarbeit und der Unterricht. Doch bedarf es weiterer Analysen und falls Schulen schlecht abschneiden, müsse die Schulaufsicht einschreiten.
"Runterbiegen". Weiteres Problem: die neunte Schulstufe. "Hier gibt es drei oder mehr Nicht Genügend." Die Schüler wollen ihr letztes Pflichtjahr runterbiegen und gehen anstatt in die dafür angedachten polytechnischen Schulen in berufsorientierte Anstalten. "Dieser Ansatz muss dringend überdacht werden", appelliert Egger.











