Ärztestreik: Viel Betrieb in den Klagenfurter LKH-Ambulanzen
Kärntner Ärztekammer versichert: Notversorgung gesichert

Foto © APAAm 16. Juni blieben viele Ordinationen in Österreich zum ersten Mal geschlossen
Deutlich mehr Betrieb als an anderen Tagen herrschte am Freitag in den Ambulanzen des Landeskrankenhauses Klagenfurt wegen des Ärztestreiks, der im Gegensatz zum Donnerstag diesmal auch im südlichsten Bundesland fast lückenlos praktiziert worden ist. "Wir haben vor allem in der medizinischen Notfallaufnahme und in der Abteilung für Frauen-, Kinder- und Jugendheilkunde eine größere Nachfrage", erklärte der Medizinische Direktor Thomas Koperna
gegenüber der APA.
Telefonische Anfragen. Auch die Anzahl der telefonischen Anfragen in der Notfall-Aufnahme des LKH Klagenfurt war hoch. "Viele rufen an und fragen nach, ob sie kommen können und wohin sie sich wenden müssen", so Koperna. Während auch am LKH Villach reger Betrieb herrschte, zeitigte der Ärzte-Ausstand im Osten Kärntens hingegen kaum Auswirkungen. "Wir hatten bis Mittag sieben Patienten, die wegen einer geschlossenen Arztpraxis zu uns gekommen sind", sagte der Medizinische Direktor des LKH Wolfsberg, Hartwig Pogatschnigg zur APA.
"Notversorgung gesichert." Die Kärntner Ärztekammer hat auf ihrer Homepage eine Liste mit allen geöffneten Ordinationen veröffentlicht. "Die Notversorgung ist gesichert", sagte Ärztekammerpräsident Othmar Haas. Wer keinen Internetzugang habe, könne bei der Ärztekammer anrufen oder die Notfall-Nummer 141 wählen.
Features
Fakten
Die Ärzte haben aus Protest gegen die Gesundheits- reform einen Stufenplan mit Streiks in Form von Ordina- tionsschließungen und einer Großdemonstration angekündigt. Gestreikt wird auch am 7., 8. und 9. Juli. Eine Großdemo ist für 7. Juli geplant.
Fakten
Die Zahnärzte streiken am Donnerstag und Freitag übrigens nicht.











