Umwelt-Anwälte sollen mehr Rechte bekommen
Landesrat Uwe Scheuch plant noch für heuer eine Novellierung des Naturschutzgesetzes.
Uwe Scheuch streut den fünf Mitgliedern des Naturschutzbeirates, die in Kärnten weisungsfrei und unabhängig die Funktion des Umweltanwalts innehaben, für ihre kompetente Arbeit Rosen. Gleichzeitig nimmt er sie vor unqualifizierten Angriffen in Schutz, wie zuletzt, als man dem Gremium im Zusammenhang mit einem Badesteg in der Ostbucht Untätigkeit vorwarf.
Die Wahrheit ist: Die Umweltanwälte haben in wesentlichen Belangen des Naturschutzrechtes gar keine Möglichkeit zum Einschreiten. Mitsprache haben sie selbst in Naturschutz-, Landschaftsschutz- und Natura 2000-Gebieten nicht uneingeschränkt, sondern nur dann, wenn ein Feuchtgebiet betroffen ist. Bei Kraftwerken nur, handelt es sich um ein naturnahes Gewässer.
Pläne. "Unsere Arbeit ist ein "ständiger Spagat zwischen Recht und Anliegen", ressümierte Umweltanwalt Björn Zedrosser (Alpenverein ), der mit seinen Kollegen Wilfried Franz (Naturwissenschaftlicher Verein), Klaus Kugi (Naturschutzbund) und Thomas Schneditz (Naturfreunde) die Pläne von Landesrat Scheuch, die Kompetenzen des Gremiums umfassend zu erweitern, uneingeschränkt begrüßt.
Noch im Herbst will Scheuch Parteiengespräche führen und noch vor Jahreswechsel, glaubt er, könnte ein novelliertes Naturschutzrecht Realität sein.











