Unwetter in Ostösterreich überfluteten ganze Straßenzüge
Mehr als 1.000 Feuerwehrleute im Bundesland Niederösterreich im Einsatz. Aufräum- und Auspumparbeiten in Krems am Dienstag bis in die Nachtstunden. Wasserpegel des Kremsflusses im Sinken.

Foto © APADer Kremsfluss trat über die Ufer
Heftige Regenfälle haben Dienstagabend in
Niederösterreich im Raum Krems zu Überflutungen geführt, in Wien
staute sich zumindest der Verkehr. Der Kremsfluss im Kremser
Stadtteil Mitterau trat über die Ufer, "sechs bis sieben Straßenzüge"
wurden überflutet, so Gerhard Urschler, Leiter des
Verwaltungsdienstes der Freiwilligen Feuerwehr Krems, zur APA.
Vermutlich mehrere hundert Keller seien in Mitleidenschaft gezogen
worden.
Pegel im Sinken.
Der Pegel des Kremsflusses befand sich Dienstagabend bereits im
Sinken. Die Aufräum- und Auspumparbeiten dauerten am Dienstag noch
bis in die Nachtstunden und sollen am Mittwoch fortgesetzt werden, so
Urschler. Über 500 Feuerwehrleute standen im Einsatz, unterstützt
wurden die Kräfte aus Krems von Kollegen aus Melk oder St. Pölten.
Auch Straßen wurden durch die Überschwemmungen erheblich in
Mitleidenschaft gezogen.
Keller überflutet.
Links- und rechtsseitig des Kremsflusses bahnte sich das Wasser
seinen Weg in die Keller. Es galt in der Folge, sämtliche
überschwemmten Objekte im Zuge der Aufräumarbeiten "leerzubekommen",
so Urschler, der sich zuversichtlich gab, dass dies am Dienstagabend
bzw. in der Nacht auf Mittwoch gelingen werde.
In Gefahr war auch das Krankenhaus der Stadt Krems, schilderte
Urschler die "hektischen Phasen am Anfang" des Hochwassers. Das
Spital sei von den Einsatzkräften aber "erfolgreich verteidigt"
worden, so Urschler. Es kam dort zu keinen Überschwemmungen. Auch
Menschen waren nicht in Gefahr.
Zivilschutzalarm.
Im Kremser Stadtteil Mitterau war am Dienstag gegen 19.00 Uhr
Zivilschutzalarm ausgelöst worden. Den Bewohnern wurde via Radio und
Lautsprecher geraten, Keller abzudichten und Fahrzeuge in Sicherheit
zu bringen. Landesweit standen in Niederösterreich am Dienstag mehr
als 1.000 Feuerwehrleute im Unwetter-Einsatz. Die Österreichische
Hagelversicherung bezifferte die Schäden in der Landwirtschaft mit
vier Millionen Euro. Betroffen waren die Bezirke Hollabrunn, Horn,
Krems, Schwechat, Wiener Neustadt und Zwettl. Mehr als 6.000 Hektar
landwirtschaftliche Flächen seien großteils vernichtet worden.
Features
Hagelschlag
Auch der Großraum Bozen ist am Dienstagabend von
schweren Unwettern betroffen gewesen. In der Landeshauptstadt
zerstörten walnussgroße Hagel-












