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Zuletzt aktualisiert: 24.06.2008 um 22:04 UhrKommentare

Unwetter in Ostösterreich überfluteten ganze Straßenzüge

Mehr als 1.000 Feuerwehrleute im Bundesland Niederösterreich im Einsatz. Aufräum- und Auspumparbeiten in Krems am Dienstag bis in die Nachtstunden. Wasserpegel des Kremsflusses im Sinken.

Der Kremsfluss trat über die Ufer

Foto © APADer Kremsfluss trat über die Ufer

Heftige Regenfälle haben Dienstagabend in Niederösterreich im Raum Krems zu Überflutungen geführt, in Wien staute sich zumindest der Verkehr. Der Kremsfluss im Kremser Stadtteil Mitterau trat über die Ufer, "sechs bis sieben Straßenzüge" wurden überflutet, so Gerhard Urschler, Leiter des Verwaltungsdienstes der Freiwilligen Feuerwehr Krems, zur APA. Vermutlich mehrere hundert Keller seien in Mitleidenschaft gezogen worden.

Pegel im Sinken. Der Pegel des Kremsflusses befand sich Dienstagabend bereits im Sinken. Die Aufräum- und Auspumparbeiten dauerten am Dienstag noch bis in die Nachtstunden und sollen am Mittwoch fortgesetzt werden, so Urschler. Über 500 Feuerwehrleute standen im Einsatz, unterstützt wurden die Kräfte aus Krems von Kollegen aus Melk oder St. Pölten. Auch Straßen wurden durch die Überschwemmungen erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Keller überflutet. Links- und rechtsseitig des Kremsflusses bahnte sich das Wasser seinen Weg in die Keller. Es galt in der Folge, sämtliche überschwemmten Objekte im Zuge der Aufräumarbeiten "leerzubekommen", so Urschler, der sich zuversichtlich gab, dass dies am Dienstagabend bzw. in der Nacht auf Mittwoch gelingen werde. In Gefahr war auch das Krankenhaus der Stadt Krems, schilderte Urschler die "hektischen Phasen am Anfang" des Hochwassers. Das Spital sei von den Einsatzkräften aber "erfolgreich verteidigt" worden, so Urschler. Es kam dort zu keinen Überschwemmungen. Auch Menschen waren nicht in Gefahr.

Zivilschutzalarm. Im Kremser Stadtteil Mitterau war am Dienstag gegen 19.00 Uhr Zivilschutzalarm ausgelöst worden. Den Bewohnern wurde via Radio und Lautsprecher geraten, Keller abzudichten und Fahrzeuge in Sicherheit zu bringen. Landesweit standen in Niederösterreich am Dienstag mehr als 1.000 Feuerwehrleute im Unwetter-Einsatz. Die Österreichische Hagelversicherung bezifferte die Schäden in der Landwirtschaft mit vier Millionen Euro. Betroffen waren die Bezirke Hollabrunn, Horn, Krems, Schwechat, Wiener Neustadt und Zwettl. Mehr als 6.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen seien großteils vernichtet worden.


Hagelschlag

Auch der Großraum Bozen ist am Dienstagabend von schweren Unwettern betroffen gewesen. In der Landeshauptstadt zerstörten walnussgroße Hagel-körner Fensterscheiben und Parkanlagen.

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