Im Internet 80 Kunden betrogen: Ware kam nie an
Feldkirchner bot Waren im Internet an, ohne diese zu liefern. Bezahlt wurde im Vorhinein. Die Ware kam nie an. Der bisher unbescholtene Mann ist mit 350.000 Euro Schulden in Privatkonkurs.
Wegen Internetbetruges wurde Montag ein 36-jähriger Unternehmer aus Feldkirchen zu neun Monaten bedingter Haft verurteilt. Der Mann hatte 80 Kunden geschädigt. Gesamte Schadenssumme: rund 25.000 Euro. Die Taktik: Die Kunden haben über die Verkaufsplattform "Ebay" Laptops, Flachbild-Fernseher und Spiegelreflexkameras gekauft. Bezahlt wurde im Vorhinein. Die Ware kam nie an. Richter Manfred Herrnhofer: "Der Anbieter war sogar als Powerseller gekennzeichnet und hatte bei 550 Artikeln die positive Bewertung von 97 Prozent." Die Ware wurde als Sofortkauf angeboten.
Privatkonkurs.
Der Feldkirchner bestellte dann ebenfalls übers Internet die Artikel - ohne Rabatte. "Ich habe zuerst kassiert und im Rahmen der einmonatigen Lieferfrist gewartet, dass der Preis der Geräte fällt", erklärt er seine Geschäftsmasche. Doch "Ebay" schraubt die Lieferfristen für Powerseller herunter. Der Angeklagte sagte, er habe zu spät davon erfahren. Deshalb sei er mit seinen Lieferungen in Verzug geraten. Auch wurde er plötzlich als Kunde gesperrt. Auch seine Kunden werden jetzt wahrscheinlich leer ausgehen. Der bisher unbescholtene Mann ist mit 350.000 Euro Schulden in Privatkonkurs.











