Kleine Shetland-Insel erklärte sich unabhängig von Großbritannien
Der Besitzer einer der kleinsten Shetland-Inseln vor der schottischen Küste hat das Eiland am Samstag für unabhängig von Großbritannien erklärt.

Foto © APIm Winter gerne mal ungemütlich: Die Shetland-Inseln
Er werde weder die
britische Regierung noch die Europäische Union weiter anerkennen und
deren Gesetze und Richtlinien befolgen, teilte der einzige Bewohner
der Insel Forvik, Stuart Hill, am Samstag auf seiner Internetseite
mit. Er nahm zugleich für das 2,5 Hektar Eiland den Status eines
Kronbesitzes in Anspruch, wie ihn die Kanalinseln genießen. Der
65-Jährige lebt seit 2001 in einem Zelt auf der sturmgeplagten Insel
am Rande des Atlantiks, nachdem sein Boot während einer Umrundung
Großbritanniens in der Nähe gekentert war.
Eigene Währung und Flagge.
Hill kündigte eine eigene Währung, Briefmarken und eine Flagge an.
"Es wird keine Einkommenssteuer, keine Mehrwertsteuer, keine
Sozialabgaben, keine Unternehmenssteuer und überhaupt keine Abgaben
geben, wie sie die britische Regierung erlassen hat", teilte er mit.
"Ich lade alle Menschen auf dieser Welt, die sich von Lügnern, Dieben
und Tyrannen in der Regierung befreien wollen, ein, Bürger von Forvik
zu werden."
Queen bleibt Staatsoberhaupt.
Hill führt das Recht zur Loslösung von Großbritannien auf die
Mitgift zurück, durch die die Shetland-Inseln im 15. Jahrhundert aus
norwegischer Hand an König James III. von Schottland übergingen. 1669
habe König Charles II. den damals verfügten Status bestätigt und
damit festgelegt, dass die Inseln direkt der Krone unterstellt seien.
Durch seinen Schritt stelle er die korrekte Beziehung zwischen diesem
Teil Shetlands und der Krone wieder her, erklärte Hill. Er habe
Königin Elizabeth II. in einem Brief mitgeteilt, dass er sie als
Staatsoberhaupt anerkenne und ihr seine Dienste als Verwalter
anbiete.










