Dieseldiebe plündern in Serie Treibstofftanks
Steigende Dieselpreise führen kärntenweit zu Anstiege von Treibstoffdiebstählen. Besonders gefährdet sind Arbeitsmaschinen auf Baustellen.

Foto © APAlle Fahrzeuge mit großvolumigen Treibstofftanks gelten bei potentiellen Dieben als Objekte der Begierde
Ein Schlauch, eine paar Kanister, ein Kombi oder Lieferwagen zum Abtransport. Das sind die "Werkzeuge" von Treibstoffdieben, die in Kärnten immer öfter zuschlagen. In letzter Zeit bis zu fünfmal pro Woche, so vorsichtige Schätzungen der Polizei. Tendenz steigend. "Besodners gefährdet sind Arbeitsmaschienen auf Baustellen", analysiert Chefinspektor Manfred Schoi, Leiter der Einbruchs-/Diebstahlgruppe im Landeskriminalamt. Ob Schubraupe, Bagger oder Straßenwalze. Alle Fahrzeuge mit großvolumigen Treibstofftanks gelten bei potentiellen Dieben als Objekte der Begierde. Oder aber mehrer hundert Liter Diesel fassende Kleintanks, die von Forstunternehmern direkt im Wald aufgestellt werden, um dort Arbeitsmaschienen schnell und ohne langwieriger Zufuhr mit Tankwagen ins unwegsame Gelände betanken zu können. Bei den Kriminellen handelt es sich laut Polizei zu einem hohen Prozentsatz um Einheimische
Größter Coup. "Gut versperrbare Tankschlösser sollten in Zeiten ständig steigender Treibstoffpreise für jeden Fahrzeughalter zum Thema werden", rät Schoi. Den bisher größten Kraftstoffcoup der letzten Jahre landeten unbekannte Täter, wie berichtet, vor sechs Wochen am Klagenfurter Frachtenbahnhof. Dort wurden aus einem Eisenbahnwaggon bei zwei Zugriffen insgesamt 23.000 Liter Heizöl leicht auf äußerst professionelle Art abgezapft. Den Akt bearbeitet der Kriminaldienst im Stadtpolizeikommando. Konkrete Ermittlungsergebnisse gibt es bisher allerdings nicht. Schoi: "Treibstoffdiebstähle aufzuklären ist mitunter ein langer, schwieriger Weg."










