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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2008 um 21:26 UhrKommentare

Blutbad in Tokio: Amokläufer ersticht sieben Menschen

Ein Mann fuhr in der japanischen Hauptstadt mit einem Lkw in eine Menschenmenge und ging laut Presseberichten brüllend auf Passanten los: mindestens sieben Tote.

Foto © Reuters

Ein Amokläufer hat am Sonntag in Tokio mindestens sieben Menschen mit einem Messer tödlich verletzt. Sechs Männer und eine Frau seien im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen erlegen, berichteten japanische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf die Polizei. Zehn weitere Menschen wurden verletzt. Ein 25-jähriger Japaner hatte zur Mittagszeit in der weltberühmten Elektronik-Einkaufsgegend Akihabara wahllos auf Menschen eingestochen. Er wurde nahe des Tatorts festgenommen.

"Ich bin einsam". Der Täter hatte zunächst mit einem Kleinlaster Passanten angefahren, bevor er sie mit dem Messer attackierte. "Ich bin nach Akihabara gekommen, um Menschen zu töten", sagte der 25-Jährige der Polizei. "Ich habe diese Welt satt. Jeder ist okay. Aber ich bin einsam", wird der Amokläufer zitiert. Ein 19 Jahre alter Augenzeuge sagte: "Der Mann hat einen Fußgänger erst angefahren, danach hat er ihn angesprungen und mit dem Messer mehrere Male auf ihn eingestochen. Dann ist er weitergegangen und hat wahllos Passanten aufgeschlitzt."

Vergnügungszentrum. Akihabara ist bekannt als ein Mekka für Unterhaltungselektronik und für Fans japanischer Comics und Animationsstreifen. In dem Gebiet nahe des Bahnhofs Akihabara hielten sich zur Zeit der Attacke viele Besucher auf. Auch unter ausländischen Touristen ist Akihabara ein beliebtes Ausflugsziel.

Morde. Erst kürzlich hatte eine Serie wahlloser Morde an Passanten Japan schockiert. Im März hatte ein 18-Jähriger in einem Bahnhof in der Provinz Okayama einen zufällig ausgewählten Pendler vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Das 38 Jahre alte Opfer starb im Krankenhaus. Kurz zuvor hatte ein 24-Jähriger in einem anderen Bahnhof in Ibaraki auf Passanten eingestochen. Ein Mensch wurde getötet, sieben weitere wurden verletzt.


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