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Zuletzt aktualisiert: 03.06.2008 um 07:30 UhrKommentare

Ungetrübter Badesspaß in Kärnten

Nirgendwo sonst in Europa sind die Seen so sauber wie in Kärnten. Das sagt die EU-Kommission in einem Bericht über Gewässerqualität.

Ganz Kärnten stöhnt derzeit unter der großen Hitze. Was liegt bei so hochsommerlichen Temperaturen also näher, als dem Badevergnügen zu frönen? Was den Sprung ins kühle Nass noch erfrischender macht: Die Kärntner können ihn völlig unbesorgt wagen. Denn sie haben die saubersten Badeseen von ganz Europa.

Kärnten ohne Problemgewässer. Das sagt die Europäische Kommission in Brüssel in ihrem jährlichen Bericht zur Güte der Badegewässer in der EU, den Umweltkommissar Stavros Dimas Montag in Brüssel vorstellte. Demnach hat sich die Qualität der österreichischen Badeseen im vergangenen Jahr zwar leicht verschlechtert. Hatten 2006 nur zwei Seen die Mindeststandards der Brüsseler Behörde unterschritten, so stieg die Zahl der "roten Karten" im Vorjahr auf sechs. Doch kein einziges dieser Problemgewässer liegt in Österreichs südlichstem Bundesland.

Wasserqualität gestiegen. Im Gegenteil: Dort hat sich die Wasserqualität am Ossiacher See, am Millstätter See und am Faaker See sogar noch verbessert. Insgesamt bekamen von dreizehn Kärntner Seen, von denen einige von der EU zum Teil sogar an mehreren Messstellen kontrolliert wurden, elf die Bestnote "hervorragend". Es sind dies der Faaker See, der Ossiacher See (an drei von vier Messstellen), Wörthersee, Millstätter See, Keutschacher See, Weißensee, Längsee, Feldsee (an einer von zwei Messstellen) Klopeiner See, der Silbersee und der Pressegger See bei Hermagor.

Erstklassig. Mit gut bewertet werden von der EU der Afritzer See, der Turnersee, das Gemeindebad Bodensdorf am Ossiachersee sowie an einer Stelle der Feldsee, dem 2006 noch erstklassige Wassergüte bescheinigt worden war.

Österreichweit hat sich die Qualität der Badegewässer im vergangenen Jahr leicht verschlechtert. Zwar erfüllen von 268 heimischen Seen, Flüssen und Teichen satte 262 die EU-Mindestvorgaben (Note gut). Doch der Anteil der erstklassigen Gewässer (Note hervorragend) ist gesunken: Nur mehr 195 wird heuer von der EU erste Güte bescheinigt. 2004 hatten noch 222 die Bestnote erhalten. Vor zwei Jahren waren es 207 gewesen.

Sauberste Binnengewässer. Für EU-Umweltkommissar Dimas ist dies aber kein Grund zur Sorge: "Soweit ich mich erinnern kann, hat Österreich die saubersten Binnengewässer überhaupt", beruhigte der Grieche. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern wie Italien oder Griechenland, gegen die die EU jetzt sogar mit einem Verstoßverfahren vorgeht.

STEFAN WINKLER, BRÜSSEL

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