Ärzte steigen auf die Barrikaden
Kärntner Ärzte sagen Nein zur Gesundheitsreform.
Rund 300 Kärntner Ärzte folgten gestern dem Aufruf der Kärntner Ärztekammer, gegen die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung zu protestieren.
Protestversammlung. Bei der auf der Universität Klagenfurt abgehaltenen Protestversammlung im Vorfeld zur großen Demonstration am 3. Juni in Wien, sprach Ärztekammer-Vizepräsident Gert Wiegele von einem "von der Politik ausgelösten Tsunami", der auf die Ärzte niederkomme.
Verträge im Kreuzfeuer. Im Kreuzfeuer der Kritik stand unter anderem die geplante Einführung von fünfjährigen Verträgen, die nur verlängert würden, wenn der Arzt ökonomisch effizient handle. "Kettenverträge fördern die prekäre Einkommenssituation der Mediziner. Es wäre auch keine langfristige Planbarkeit von Investitionen mehr möglich", hob Wiegele hervor.
Nachteil für Patienten. Auch sei die größer werdende Bürokratie, die mit der Reform aufkäme, zum Nachteil der Patienten. Diese würden so aus dem Mittelpunkt des Handelns der Mediziner verdrängt.











