Sahara trübt Sicht in Kärnten
Sandstürme in der Wüste beeinflussen Wetter. Heute kommen die ersten heftigen Gewitter.

Foto © APA (Symbolfoto)Heißer Wüstensand auch in Kärnten
Erstaunt blicken in diesen Tagen tausende Kärntner zum Himmel empor: Die Sonne brennt aufs Land, ist aber dennoch schlecht zu sehen. Über den Bergen bleibt es diesig.
Der Grund: Eine warme Strömung ist von der Sahara zu uns gekommen. Voraussetzung sind Sandstürme und Gewitter in Nordafrika. "Durch die Aufwinde wird der Sand der Sahara bis zu 10.000 Meter hoch gewirbelt. Und der Wind trägt diesen Mini-Staub dann weiter - bis nach Kärnten, wo dadurch auch die Feinstaubwerte steigen", erklärt Paul Rainer, Meteorologe an der Klagenfurter Außenstelle der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, das Phänomen. Der Höhepunkt der "trüben Sicht" wurde inzwischen allerdings überschritten.
Hagelgefahr. Bereits heute muss man von Oberkärnten her vermehrt mit Gewittern und Regen rechnen. Bis zum Abend dürften auch in Unterkärnten die ersten Tropfen fallen. Hagel ist nicht auszuschließen. "Die Luft wird labiler. Es wird nicht mehr so heiß. Die Temperaturen werden sich bei 26 Grad einpendeln. Der Sahara-Sand verschwindet", sagt Rainer.
Tropentage. Mit den Tropentagen, die für Mai äußerst ungewöhnlich sind, ist es vorbei. Der Rekordwert wurde am Mittwoch österreichweit übrigens in Graz gemessen: 35 Grad. Noch einmal müssen die Kärntner in Sachen "Seltenheitswert" in die Steiermark schauen. "In Graz gab es gestern Hochnebel", staunte sogar Rainer. Zum Trost: In Kärnten bleibt es schön, auch wenn die Sonne mit Wolken wechselt und man immer wieder mit Gewittern rechnen muss.











