Auch Burger King überwacht Mitarbeiter
Die deutsche Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat neue Überwachungs-Vorwürfe gegen die Schnellrestaurant-Kette Burger King erhoben.

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Es lägen
"schriftliche Beweise vor, dass Burger King das
Videoüberwachungssystem, das in allen 600 Restaurants installiert
ist, zur Überwachung und Kontrolle der Mitarbeiter nutzt", erklärte
die Gewerkschaft am Freitag in München. Von dem Unternehmen war dazu
zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Der Streit zwischen der
Gewerkschaft und Burger King schwelt bereits seit einiger Zeit.
Entzündet hatte sich der Konflikt an Betriebsratswahlen in München.
"Nur zum Schutz". Die NGG hatte dem Unternehmen vorgeworfen, eine Wahlversammlung in
einer Münchner Restaurantfiliale Ende April aufgezeichnet zu haben.
Burger King habe dagegen erklärt, das Videoüberwachungssystem
lediglich zum Schutz der Gäste und Mitarbeiter zu verwenden, erklärte
die Gewerkschaft am Freitag. "Das war und ist gelogen", sagte der
Münchner NGG-Geschäftsführer Freddy Adjan laut Mitteilung. Vielmehr
werde jedes Restaurant monatlich einer sogenannten "Internen
Revision" unterzogen, die nach einem festen Ablaufplan vorzunehmen
sei. Der Ablaufplan enthalte für den Prüfer folgende Vorgabe:
"Überprüfung 1 Stunde Sicherheitsvideo - Befolgen alle Manager die
Richtlinien und Anweisungen? Befolgen alle Teammitglieder die
Richtlinien und Anweisungen?"
Etappensieg. Erst vor einigen Tagen hatte die NGG im Streit um
Betriebsratswahlen einen Etappensieg gegen Burger King errungen. Das
Arbeitsgericht München lehnte einen Antrag des Unternehmens auf eine
einstweilige Verfügung zur Untersagung der Betriebsratswahl ab. Nach
Angaben des Gerichts kündigte Burger King Rechtsmittel gegen die
Entscheidung an. In der nächsthöheren Instanz könnte sie vor dem
Landesarbeitsgericht noch gekippt werden.
Hausverbot. Am kommenden Mittwoch (28. Mai) solle nun auch über ein von dem
Unternehmen ausgesprochenes bundesweites Hausverbot für zwei
Wahlvorstände entschieden werden, erklärte Adjan. Die Gewerkschaft
wirft Burger King vor, Betriebsratswahlen zu behindern. Dabei ging es
zuletzt um Wahlen für elf Restaurants und die Europa-Zentrale des
Konzerns in München. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe
zurückgewiesen und stattdessen "erhebliche formale Mängel" geltend
gemacht.
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Mitarbeiterüberwachung scheint ein "Trend" zu sein: Nicht nur beim Lebensmittel-
diskonter Lidl, sondern auch bei anderen Handels-Ketten wie Schlecker, Edeka und Plus sollen versteckte Kameras private Angelegenheiten von Mitarbeitern festgehalten haben.










