Immer mehr Kärntner trauen sich zwei Mal
Bei den Eheschließungen liegt Kärnten im österreichweiten Vergleich auf dem letzten Platz. Die Zahl der Neu-Ehen soll weiter sinken. Vor allem Männer gehen oft eine zweite Ehe ein.

Foto © APAZu einer Hochzeit gehört auch eine leckere Torte
Mai. Wonnemonat. Benannt nach Iupiter Maius, dem römischen Gott des Frühlings und des Wachstums. Im fünften Monat des Jahres haben die meisten Pflanzen ihre Blütezeit. Und auch der Mensch blüht so richtig auf, wenn es endlich wärmer wird. Kein Wunder also, dass der Mai ein beliebter Monat ist, um vor den Traualtar zu treten. Aber Vorlieben können sich ändern.
Interview
Hochzeitskirche. "Der Mai ist bei uns nicht mehr exklusiv der Monat mit den meisten Eheschließungen", sagt Johanna Metzner, Pfarrhaushälterin der beliebten Hochzeitskirche Maria Wörth. 66 Paare standen hier im Vorjahr vor dem Altar. August und September scheinen dem Wonnemonat langsam den Rang abzulaufen. "Auch besondere Daten sind sehr beliebt. Am 7. Juli 2007 hatten wir sieben Hochzeiten", so Metzner. Ob auch am 8. August 2008 so viel los sein wird? "Also bisher sind an diesem Tag nur zwei Hochzeiten angekündigt", sagt Metzner.
Keine Heiratsbeihilfe. 70 Prozent der Paare in Kärnten sind als Ehepaare registriert. Doch die Zahl der Eheschließungen befindet sich seit Jahren auf einem konstant niedrigen Level. "Pro Jahr gibt es kaum mehr als 2000 Eheschließungen im ganzen Bundesland. 2007 waren es genau 2248. Ein leichter Anstieg zum Vorjahr zwar aber noch lange keine Trendwende", sagt Peter Ibounig, Leiter des Amts für Statistik Kärnten.
Nachkriegszeit. Generell heiraten heute nur noch halb so viele Menschen wie in der Nachkriegszeit. Das stärkste Kärntner Hochzeitsjahr war allerdings 1987. Da gaben sich 5693 Paare das Ja-Wort. "Der Grund dafür war ganz einfach, dass 1988 die Heiratsbeihilfe auslief. Natürlich stieg in den folgenden Monaten die Scheidungsrate ebenso stark an", so Ibounig.











