Altes Handwerk noch immer modern
Für einen Tag tauchte Ferlach gestern ins Mittelalter ab - in jene Zeit, als der Weltruf der Büchsenmacher begründet wurde.

Foto © WeichselbraunRitter-Schaukämpfe waren die große Attraktion auf dem historischen Stadtfest in Ferlach
Tausende waren gestern in Ferlach auf den Beinen. Auf dem Hauptplatz zeigte Dorfschmied Josef Moric, wie man heißes Eisen schmiedet. Jenes Eisen, das von Büchsenmachern seit 450 Jahren zu Feuerwaffen weiterverarbeitet wird. Das Jubiläum wurde mit einem mittelalterlichen Stadtfest gefeiert. Moderiert von Ernst Karl Koschutnig präsentierten sich die Ferlacher Goldhaubenfrauen, die örtliche HTL und viele mehr in einem glanzvollen Umzug. Mittelaltervereine aus Friesach (sie hatten Blutrichter Alexander Marx mitgebracht), Cormons und San Giorgio waren zu Gast. Sogar die alte Draufähre wurde von Kapitän Christian Rauper - auf einem Anhänger - durch die Straßen gesteuert. Bürgermeister Ingo Appe verwies mit Stolz auf die Tradition seiner Stadt.
Buntes Treiben. Liedgut aus vergangener Zeit, Gaukler, Feuerzauberer und Fakire prägten das Stadtbild. Landeshauptmann Jörg Haider, seine Stellvertreterin Gaby Schaunig und Robert Lutschounig repräsentierten die Landesregierung. Aber die Schaubuden, die mittelalterlichen Handwerker und das bunte Treiben der Mittelaltervereine liefen der Prominenz klar den Rang ab.
Feine Sonderschau. Wer es etwas ruhiger liebte, zog sich ins schmucke Schloss Ferlach zurück. Dort zeigte eine kleine, aber feine Sonderschau, warum Ferlach als Waffenstadt Weltruf genießt. Spaniens König Juan Carlos, Russlands Wladimir Putin und Kärntens Koch-Export Wolfgang Puck schießen mit Waffen aus Ferlacher Produktion.
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Modernes Burgfräulein mit DigitalkameraFoto © Weichselbraun
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Die Wolle wurde präpariert fürs SpinnenFoto © Weichselbraun










