Kraftwerk Zwentendorf wird zum "Igel-Krankenhaus"
Das Kraftwerk Zwentendorf wurde in den letzten Jahren von der Natur "entdeckt", neuerdings ist es auch eine Anlaufstelle für verletzte Igel.

Foto © APAEin neuer Bewohner von Zwentendorf
Für das stillgelegte Kraftwerk Zwentendorf in
Niederösterreich hat sich eine neue Aufgabe aufgetan. Das 24 Hektar
große Gelände fungiert seit Anfang dieser Woche als "Krankenhaus" für
verletzte Igel. Drei Tiere werden am Standort gesund gepflegt,
berichtete EVN-Sprecher Stefan Zach der Austria Presse Agentur.
Neuer Lebensraum.
Eine Gruppe engagierter Naturfreunde sei an die EVN herangetreten,
ob es denn nicht möglich wäre, den Igeln am Standort des Kraftwerks
eine neue Heimat zu geben. Bei der EVN, seit etwa drei Jahren im
Besitz des Kraftwerks, wurde dieser Vorschlag sehr positiv angenommen
und in der Folge umgesetzt. "Wir freuen uns, dass wir für vom
Straßenverkehr bedrohten Tieren Lebensraum anbieten können", so Zach.
Igel-Villen.
Für die verletzten Igeln gibt es am Areal des Kraftwerks Nahrung
und Wasser, dafür wurden entsprechende Boxen angeschafft. Wenn die
Tiere "soweit sind", werden sie selbst entscheiden, wo sie leben
wollen, so der EVN-Sprecher. Am Gelände des Kraftwerks gebe es
"ideale Bedingungen".
Natur kehrte zurück.
Tierische Freunde dürften die Igel am Gelände des Kraftwerks wohl
auch schnell finden. Viele Hasen haben sich dort bereits fix
angesiedelt. Überhaupt habe sich das Areal in den vergangenen Jahren
zu einer Art "Naturjuwel" entwickelt, erläuterte Zach.
Kraftwerk angedacht.
Für die EVN ist es vorstellbar, in Zukunft am Areal in Zwentendorf
ein Kraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung zu errichten. Die EVN
denkt dabei in erster Linie an Biomasse. Es handle sich bei dem
Gebiet um einem zugelassenen Kraftwerksstandort, es gebe gute
Anbindungen an die Donau. "Wir sind an einer nachhaltigen und
sinnvollen Lösung interessiert", meinte Zach.











