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    Zuletzt aktualisiert: 14.05.2008 um 10:09 Uhr

    Polizeichef terrorisierte Madrider Vorstadt

    Ganze Vorstadt von Madrid hatte Angst vor "Sherriff". Die Zeitung "El País" schrieb von "Zuständen wie in einer Bananenrepublik".

    Gines Jimenez (rechts) vor der endgültigen Verabschiedung ins Gefängnis. 30 seiner Beamten folgen ihm dort hin

    Foto © APAGines Jimenez (rechts) vor der endgültigen Verabschiedung ins Gefängnis. 30 seiner Beamten folgen ihm dort hin

    Sie nennen ihn den "Sheriff". Den Spitznamen hat sich Gines Jimenez aber nicht etwa wegen seines entschiedenen Kampfes gegen Kriminelle verdient: Der Polizeichef der Madrider Vorstadt Coslada ist nach den jetzt bekanntgewordenen Ermittlungen vielmehr selbst ein Gangster, der in bester Mafiamanier mehr als 20 Jahre lang unter den 83.000 Einwohnern Angst und Schrecken verbreitete.

    Dunkle Geschäfte. Die Erpressung von Schutzgeldern und andere dunkle Geschäfte sollen ihm ein Vermögen eingebracht haben. Mit der Festnahme des 52-Jährigen und fast 30 seiner Beamten wurde nun einer der bisher schlimmsten Fälle von Polizeikorruption in der Geschichte Spaniens aufgedeckt. Die örtlichen Behörden wollen von nichts gewusst haben.

    Schwere Erpressung. "Entweder Du zahlst oder Du musst dicht machen." In abgehörten Telefonaten tauchte dieser Satz immer wieder auf. Zu hören bekamen ihn zahllose Besitzer von Lokalen, Diskotheken oder Bordellen, von denen Jimenez Geld verlangte. Bis zu 5.000 Euro im Monat sollen es nach Aussage von Betroffenen gewesen sein. Wer sich widersetzte, dem wurde unter fadenscheinigen Vorwänden die Lizenz entzogen. Oder die Inhaber wurden so lange mit Alkoholtests unter den Gästen oder Durchsuchungsaktionen drangsaliert, bis die Kunden schließlich ausblieben und das Lokal pleiteging. Nicht selten seien die Opfer von Jimenez Schlägertruppe auch verprügelt worden. Anderen wurde das Auto ohne Grund abgeschleppt, oder sie erhielten pausenlos Strafzettel.

    "Pate von Coslada". Wenn der "Pate von Coslada" selbst Lust zum Feiern hatte, und dies soll häufig der Fall gewesen sein, tat er das in großem Stil. "Er kam stets mit einem Dutzend seiner Leute", erzählte ein Gastwirt. "Wir mussten immer den besten Gin und den teuersten Whisky ausschenken und durften erst schließen, wenn sie es sagten." Bezahlt habe Jimenez die Zeche freilich nie. Auf Einwanderer hatten es der Polizeichef und seine muskelbepackten Handlanger, die meisten von ihnen junge Absolventen der Polizeiakademie, besonders abgesehen. Stolz nannten sie sich "Der Block". "Es war nicht viel anders als unter der Ceausescu-Diktatur", berichtete ein rumänischer Immigrant.

    Drogenhandel. Dem "Sheriff" und seinen Leuten wird auch zur Last gelegt, mit beschlagnahmten Drogen wie Haschisch und Kokain gehandelt und sich mit Prostituierten vergnügt zu haben, die nur gegen "Gratisdienste" ihrem Gewerbe nachgehen konnten. Die Aussage einer von ihnen wurde Jimenez schließlich zum Verhängnis: Die Kriminalpolizei war in der acht Kilometer von Madrid entfernten Kleinstadt eigentlich einem Zuhälterring auf der Spur, doch was die Frau über den Polizeichef zu erzählen wusste, lenkte die Ermittlungen in eine andere Richtung.


    Coslada

    Es handelt sich um eine Stadt in der spanischen Region Madrid. Sie hat liegt rund 13 Kilometer östlich des Stadtzentrums von Madrid, unmittelbar südlich des Flughafens Barajas. Coslada hat 91.906 Einwohner (2005).

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    Foto © APA

    Bild vergrößernDer Polizeichef hat auch berittene Einheiten unter sich, wie in Spanien üblichFoto © APA

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