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    Zuletzt aktualisiert: 13.05.2008 um 05:10 Uhr

    Der Elektroschocker ist keine Wunderwaffe

    Seit 2006 testet die Exekutive den "Taser". Auch bei uns gab es schon Einsätze der nicht unumstrittenen Waffe. Von "effizient" bis "nicht zielführend" reichen die Meinungen. Fehlendes Training wird bemängelt.

    50.000 Volt machen den so genannten Taser zur Waffe - wei gefährlich ist er wirklich?

    Foto © APA (Symbolfoto)50.000 Volt machen den so genannten Taser zur Waffe - wei gefährlich ist er wirklich?

    Ein gewalttätiger Häftling, der wie wild um sich schlägt und auf die Beamten losgeht: Dieser gefährliche Zwischenfall wurde im Polizeianhaltezentrum in Graz durch den Einsatz eines sogenannten Tasers, eines Elektroschockers in Pistolenform (siehe Grafik), unter Kontrolle gebracht. "Der Einsatz im Oktober 2006, bisher übrigens unser einziger, hat bestens funktioniert. Der Häftling gab seinen Widerstand sofort auf und er wurde dabei nicht verletzt", erinnert sich Otmar Podlipnig, Leiter des Grazer Polizeianhaltezentrums.

    Probebetrieb. Der Taser-Einsatz in Graz war einer von rund 50 derartigen Einsätzen österreichweit, seitdem die Spezialwaffe im Sommer 2006 im Probebetrieb bei den Sondereinheiten Cobra und Wega, den Einsatzgruppen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) und den Polizeianhaltezentren eingesetzt wird.

    Keine Verletzten. "Obwohl es durch den Stromschlag natürlich zu einer vorübergehenden gesundheitlichen Beeinträchtigung kommt, hat es bisher keine schweren Verletzungen gegeben", berichtet Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums. Die Probephase des Elektroschockers sei noch nicht abgeschlossen, die Entscheidung, ob die als mindergefährlich eingestufte Waffe in den Dienstbetrieb übernommen wird, soll bald fallen. Zu den Todesfällen bei Taser-Einsätzen in den USA und Kanada (siehe Interview) meint Gollia: "Die Todesfälle hatten immer sekundäre Ursachen - zum Beispiel, dass jemand durch den Taser-Einsatz umfällt und sich den Kopf wo anschlägt. So etwas kann man bei keinem Waffengebrauch ausschließen. Im Vergleich zur Schusswaffe ist der Taser das gelindere Mittel."

    Allerdings: Das Justizministerium hat den Probebetrieb des Elektroschockers durch die Justizwache mit Beginn 2008 ausgesetzt. "Vor allem deshalb, weil die UNO den Taser als eine Form von Folter bezeichnet", erklärt Thomas Geiblinger, Sprecher des Justizministeriums. Nun warte man auf die Empfehlung einer Expertengruppe, die sich mit der Waffe auseinandersetzt.

    Weitere Tests. Die Polizei testet indes weiter. Laut Manfred Komericky, Kommandant der Sondereinheit Cobra-Süd, hat sich der Taser als "äußerst erfolgreich und effizient erwiesen". Er sieht im Elektroschocker eine brauchbare Ergänzung zwischen dem Mehrzweckstock und der Schusswaffe, um Gewalttäter kurzfristig außer Gefecht zu setzen. Wunderwaffe sei der Taser selbstverständlich keine, ein gutes und regelmäßiges Training an der Waffe sei besonders wichtig.

    THEMA-TEAM: BERND THURNER, ASTRID KULLNIG

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    Foto © APA (Symbolfoto)

    Der Taser von vorneFoto © APA (Symbolfoto)

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