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    Zuletzt aktualisiert: 08.05.2008 um 20:22 Uhr

    Wenn sich helle Köpfe versammeln

    Zu Pfingsten ist der Klopeiner See der klügste Ort Kärntens, wenn sich 100 Hochbegabte aus aller Welt treffen. Sie sind aber nicht nur zu beneiden.

    Auch er war ein heller Kopf: Carl Auer von Welsbach

    Foto © KKAuch er war ein heller Kopf: Carl Auer von Welsbach

    Am diesem Pfingstwochenende treffen sich am Klopeiner See rund 100 ungewöhnliche Menschen aus aller Welt - bewundert, gefürchtet, skeptisch beäugt und ständig von einer gewissen Schadenfreude von Normalmenschen bedroht: Hochbegabte, die sich im Verein Mensa zusammengetan haben.

    Zwei Prozent. "Bei uns kann Mitglied werden, wer zu den intelligentesten zwei Prozent der Bevölkerung gehört", erklärt Dieter Fleiß aus Kühnsdorf und Organisator des Treffens. Er selbst hat einen Intelligenzquotienten von 140, was er aber erst durch Zufall im Alter von 40 Jahren durch einen Zwei-Stunden-Test erfahren hat. "Da wurde mir einiges klar." Zum Beispiel, warum er Geige und Klavier spielen, singen, komponieren und gut rechnen kann.

    Früherkennung.< Er hatte Glück und gehörte nicht zu denjenigen, die sich schon vor Schuleintritt allein Lesen und Schreiben beigebracht haben, sich in der Volksschule zu Tode langweilen und mit etwas Pech als verhaltensgestört oder gar lernunfähig behandelt werden. "Das ist ein Problem in unseren Schulen", sagt Fleiß. "Die Lehrer sind nicht darin ausgebildet, hohe Begabung zu erkennen und damit umzugehen." Viele dieser Schüler empfinden schulische Denk- und Lehrnormen als Einschränkung, begehren auf - und laufen Gefahr, als unerziehbar stigmatisiert zu werden.

    Star. So ähnlich erging es auch dem "Star" des Treffens, dem deutschen Rechenweltmeister und Wahl-Kühnsdorfer Dr. Dr. Gert Mittring. Unverständnis seiner Umgebung trieb ihn in die Isolation; ehe er seine Fähigkeiten zu voller Blüte entfalten konnte.

    Rechenweltmeister. Dazu gehört auch die Weitergabe seines Wissens: Am Samstag, dem 10. Mai um 10 Uhr, gibt Mittring im Mensa Stüberl (Hotel Eberhard, St. Kanzian) eine "unterhaltsame Rechenstunde mit dem Rechenweltmeister", und dazu ist die Öffentlichkeit sogar herzlichst eingeladen.

    10.000 Kärntner. Eines gibt Fleiß zu denken: "Wenn man die zwei intelligentesten Prozent der Bevölkerung als hochbegabt bezeichnet, dann laufen in Kärnten über 10.000 von ihnen herum - und haben keine Ahnung von ihren Fähigkeiten." Gelegentlich schaut sich der pensionierte Lehrer Kinder an und schickt sie weiter zur Schulpsychologie, wenn sie besonders fordernde Förderung brauchen.

    "Verpflichtung". Bei dem Pfingsttreffen können sich Erwachsene (im Hotel Jernej) auf Mensa-Tauglichkeit testen lassen - und im Erfolgsfall mit stolz geschwellten Synapsen durchs Leben gehen. "Ein Geschenk wird erst dadurch zum Geschenk, dass man es weitergibt", sagt Fleiß im Hinblick auf die "Verpflichtung", die höhere Intelligenz mit sich bringt.

    Sozialquotient. "In den USA haben Hochbegabte Gesellschaften gegründet, die sie zu ihren eigenen Zwecken nutzen. Andere leben von ihrer Fähigkeit, die Börsen zu durchschauen." Viel zu oft würden Macht und Einfluss herrschen statt Intelligenz, und dieses "Elitäre" lehnen er und viele Mit-Intelligente entschieden ab. Was wiederum für ihren SQ spricht, den "Sozialquotienten", der dem Intelligenzquotienten IQ zur Seite stehen sollte.

    "Ganz normale Leute". "Unter Hochbegabten gibt es Millionäre und Sozialhilfeempfänger, Faule und Fleißige, Nette und Unfreundliche. Wir haben nichts Geheimnisvolles, sondern sind ganz normale Leute mit allen möglichen Berufen." Und dann schmunzelt Fleiß und sagt: "Außer Politiker, das sind nur sehr wenige von uns."

    JOCHEN BENDELE

    Einladung

    Am Samstag, dem 10. Mai um 10 Uhr, gibt Mittring im Mensa Stüberl (Hotel Eberhard, St. Kanzian) eine "unterhaltsame Rechenstunde mit dem Rechenweltmeister"

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