Kinder fördern, aber nicht überfordern
Der Zontaclub Wörthersee veranstaltete seinen Kinderherztag.
Ein Buchstabe groß, ein Buchstabe klein, einer unter der Zeile, einer oberhalb, keiner in Reih und Glied. So sieht das Schriftbild mancher Volksschulkinder aus. "Nicht ausbessern und nicht überfordern", sagte dazu Kinderpsychologin Sonja Wilhelmer-Hörmann vom LKH Villach beim Kinderherztag des Zontaclubs Wörthersee. Das Kind habe wahrscheinlich nur ein feinmotorisches Problem.
Wahrnehmungsprobleme. "Es geht besser, wenn niemand dem Kind Druck macht". Statt ein "Schlampig" anzumerken, solle der Lehrer Verständnis haben. Auch wenn das Kind "Rotel" statt "Hotel" sagt, weil es Wahrnehmungsproblemen im akustischen Bereich hat, solle es nicht korrigiert werden. Man solle nur richtig vorsprechen. "Teilleitungsschwächen und kleine Lücken werden durch andere Fähigkeiten ausgeglichen." Allerdings sollten Eltern hellhörig sein und bei Problemen Fachleute konsultieren. "Diagnose und Therapie" seien angebracht, wenn Kinder grammatikalisch alles verdrehen oder ein Wort durch ein anderes ersetzen. Auch bei Konzentrationsproblemen durch Herzfehler solle man das Kind "anschauen" lassen.
Vor zwanzig Jahren hätten nur 15 Prozent der herzkranken Kinder das Erwachsenenalter erreicht, heute seien es über 85 Prozent, machte der St. Veiter Kinderarzt Peter Kurnik Hoffnung. Prinzipiell könnten herzkranke Kinder den Kindergarten und die Schule besuchen und auch verreisen. Sport sei für herzkranke Kinder nicht tabu, betonte Kinderarzt Christian Wolf vom LKH Villach. Man müsse aber auf die Schwere des Herzfehlers achten. "Die Kinder sollen integriert werden und genauso viel Freude am Leben haben wie andere Kinder".










