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Zuletzt aktualisiert: 05.05.2008 um 19:03 Uhr

Weg von Diskriminierung, hin zu Zivilcourage

Schülerinnen und Schüler des BRG Feldkirchen präsentieren "ihre" Denkmäler für 40 Opfer des Nationalsozialismus bei der internationalen Holocaust-Gedenkveranstaltung A Letter To The Stars am Wiener Heldenplatz.

Das Plakat "Rosen" ist eines der insgesamt 40 Werke, die Schüler des BRG am Montag am Wiener Heldenplatz ausstellten

Foto © KK/privatDas Plakat "Rosen" ist eines der insgesamt 40 Werke, die Schüler des BRG am Montag am Wiener Heldenplatz ausstellten

Was viele Menschen in der Zeit des Zweiten Weltkriegs durch Diskriminierung, Demütigung, Verfolgung und systematische Ermordung erleiden mussten, erscheint aus heutiger Sicht menschlich unvorstellbar: Dass aber menschlich Unvorstellbares kein Phänomen ist, das sich auf historische Gegebenheiten anwenden lässt, sondern auch als aktuelles Phänomen auftritt, damit muss sich die Öffentlichkeit genau jetzt und genau in Österreich auf besonders tragische Weise auseinandersetzen.

40 Denkmäler. Den Opfern achtsam begegnen: Dieses Ziel setzten sich die Schülerinnen und Schüler der 4C-Klasse des BRG Feldkirchen und gestalteten Plakate, in die sie die Namen und Daten der von ihnen ausgewählten Personen einarbeiteten. Manche wählten ganze Familien aus, andere orientierten sich am gleichen Namen und Geburtstag oder wendeten sich bewusst Kindern und Jugendlichen zu. So entstanden 40 Denkmäler, die am 5.5.2008 in Wien am Heldenplatz bei einer internationalen Ausstellung präsentiert werden.

Spannungsbogen. Die 4C-Klasse des BRG Feldkirchen beschäftigt sich mit dem Spannungsbogen zwischen Diskriminierung und Zivilcourage nicht zum ersten Mal: Vor einem Jahr beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler mit einem Kurzfilm zum Thema "Diskriminierung" an einem Wettbewerb des Landesjugendreferats Kärnten. Unter Anleitung ihrer Klassenvorständin Prof. Hildegard Wiener entstand ein 10minüter Film, dessen Botschaften "Diskriminierung passiert nicht irgendwo draußen in der Welt, sondern mitten unter uns" und "Zivilcourage braucht Herzensbildung und Achtsamkeit" heißen. Das Veranstaltungsteam von A Letter To The Stars ist vom Film so begeistert, dass er auf einer Videowall am Wiener Heldenplatz zu sehen sein wird.

Lebenshaltung. Wenn Schule ein Ort ist, an dem nicht die Wissensanhäufung, sondern die Lebenshaltung im Vordergrund steht, dann macht Schule Sinn, und die Lebenshaltung "Weg von Diskriminierung, hin zu Zivilcourage" braucht unsere Zeit offenbar im besonderen Maß.


Foto

Foto © KK/privat

Das Plakat "Himmelblau"Foto © KK/privat

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Foto © Koscher

Hildegard WienerFoto © Koscher

Zitiert

"Tief berührt haben die Schüler vor allem die Schicksale der ermordeten Babys und Kinder," sagt Hildegard Wiener

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