ÖBB-Bediensteter rettete Lenker auf Gleis das Leben
Franz Oberdorfer rettete Montagabend einem Autolenker vermutlich das Leben. Dieser übersah beim Bahnübergang Seebach die rote Ampel.

Foto © ZoreLebensretter Franz Oberdorfer
Ereignisreiche Sekunden spielten sich Montagabend beim Bahnübergang Seebach im Bezirk Villach ab. "Ich fahr' sonst nie diese Strecke", erzählt ÖBB-Bediensteter und Mopedfahrer Franz Oberdorfer. "Aber am Montag zog es mich förmlich dorthin."
Rechtzeitig reagiert. Als er zum geschlossenen Bahnübergang kam, sah der 58-Jährige ein Auto auf den Schienen stehen. "Alles passierte unglaublich schnell. Weil ich früher entlang der Strecke gearbeitet habe, weiß ich, dass auf einem der Gleise sicherlich kein Zug kommt. Ich sagte und deutete dem Autolenker, wohin er fahren muss." Der 35- bis 40-jährige Lenker reagierte rechtzeitig.
Rote Ampel übersehen. Sobald er dorthin gefahren war, wo ihn Oberdorfer in Sicherheit wusste, brauste auch schon der Zug vorbei. Wie sich später herausstellte, hatte der Autolenker die rote Ampel vorm Bahnübergang übersehen. "Er war danach recht wortkarg und wohl auch geschockt. Nach einiger Zeit fuhr er weiter", schildert Oberdorfer.
"Es war der Wille Gottes". Die Rettung heftet sich Oberdorfer nicht auf die Fahnen. "Es war allein der Wille Gottes. Seine Kraft hat mich dorthin geführt", sagt der gläubige Christ, der von einem Kleine-Leser bei der Rettungsaktion beobachtet wurde. Übrigens wird die Eisenbahnkreuzung 2009 durch eine Unterführung entschärft. "Die Planung läuft bereits", sagt ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch.











