Odyssee des rebellischen Bin-Laden-Sohnes geht weiter
Der Sohn des Terroristen Osama bin Laden hatte in Spanien Asyl beantragt. Er wurde nach Ägypten gebracht und von dort aus nach Katar abgeschoben.

Foto © APOmar bin Laden
Nach seiner Abschiebung aus Spanien geht die
Odyssee des rebellischen Sohnes von Terroristenanführer Osama bin
Laden weiter. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde der 27 Jahre
alte Omar bin Laden, der am Samstag von Madrid nach Kairo fliegen
musste, am Sonntag von den ägyptischen Behörden in das Golfemirat
Katar abgeschoben. Er reiste in Begleitung seiner britischen Ehefrau.
Asylantrag abgelehnt.
Spanien hatte zuvor einen Asylantrag des Bin-Laden-Sohnes mit der
Begründung abgelehnt, er werde in seinem Heimatland Saudi-Arabien
politisch nicht verfolgt. Omar bin Laden hatte seinen Asylantrag
damit begründet, dass er sich weder in Ägypten, wo er sich vor seiner
Reise nach Spanien aufgehalten hatte, noch in einem anderen
arabischen Land sicher fühle.
Mit Verwandschaft überworfen.
Der Sohn des Terroristenanführers, dessen Großfamilie einen der
größten Baukonzerne Saudi-Arabien besitzt, hatte sich mit seiner
Verwandtschaft überworfen, weil diese seine britische Ehefrau
angeblich nicht akzeptieren wollte. In Interviews mit arabischen
Zeitungen hatte das Paar schon vor Monaten erklärt, die Familie Bin
Laden verlange ihre Trennung. Sie finde die Ehe nicht standesgemäß,
weil die 53-jährige Engländerin geschieden und viel älter ist als
Omar.
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Fakten
Es wird davon ausgegangen, dass Osama bin Laden unter anderem hinter den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA und vom 7. Juli 2005 in London steckt. Sein Sohn hatte den Terrorismus des öfteren öffentlich verurteilt. Nach eigenen Angaben hat er seinen Vater seit er 19 ist nicht mehr gesehen.
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Zaina al Sabah, Omar Bin Ladens Ehefrau, hat einen britischen Pass. Foto © Reuters










