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    Zuletzt aktualisiert: 30.04.2008 um 13:59 Uhr

    Kunstschätze um 64 Millionen lagerten in Münchner Halle

    Polizei fand in einer Münchner Lagerhalle Maya- und Azteken- Kunstwerke im Wert von mehr als 64 Millionen Euro. Jetzt muss erst geklärt werden, wem die Gegenstände gehören.

    Über 1.000 Gegenstände lagerten in der Halle

    Foto © APÜber 1.000 Gegenstände lagerten in der Halle

    Das Bayerische Landeskriminalamt hat nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in München Maya- und Azteken- Kunstwerke im Wert von mehr als 64 Millionen Euro sichergestellt. Wie die Zeitung (Mittwoch) weiter schreibt, seien in einer Lagerhalle 1.100 vermisste Museumsstücke, darunter Skulpturen, Masken und Schmuckstücke, entdeckt worden. Mehrere südamerikanische Länder hätten bereits Rechtsansprüche angemeldet.

    Schätze beschlagnahmt. Die Kunstschätze werden möglicherweise noch jahrelang in Bayern lagern. Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) wird es sehr zeitintensiv sein, die Eigentumsrechte an den antiken Gegenständen zu klären. Ein Kunstsammler aus Costa Rica behauptet nach Angaben der Zeitung, er sei der rechtmäßige Besitzer. Das Landeskriminalamt habe die Kunstwerke im Auftrag von Interpol aufgespürt. Die Staatsanwaltschaft München habe die Beschlagnahme der Kunstgegenstände bis zur Klärung der Sachlage angeordnet, berichtete das Blatt weiter.

    Vermutlich aus Spanien. In einem ähnlichen Fall ermittle das LKA seit Ende der 90er Jahre wegen gestohlener Kirchenkunst aus Zypern, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde die Maya-Sammlung heimlich aus Spanien nach Deutschland gebracht. Wem die Kunstwerke gehören, ist bisher nicht geklärt. Die Herkunft und Zusammenstellung der Sammlung ist den Angaben zufolge vollkommen unklar. Die jüngste Spur zumindest eines Teils der Sammlung stammt aus dem Jahr 1997. Damals seien die Gegenstände im spanischen Santiago de Compostela gezeigt worden.


    Fakten

    Bei der vor einer Woche in in einer Lagerhalle gefun-
    denen Sammlung
    handelt es sich höchstwahrscheinlich um insgesamt 1.100 Gegen-
    stände
    , darunter Skulptu-
    ren, Masken und Schmuck
    , wie das LKA am Mittwoch in München mitteilte.

    Foto

    Foto © APA

    Einige Länder haben bereits Anspruch auf die Kunstwerke erhobenFoto © APA

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