Kunstschätze um 64 Millionen lagerten in Münchner Halle
Polizei fand in einer Münchner Lagerhalle Maya- und Azteken- Kunstwerke im Wert von mehr als 64 Millionen Euro. Jetzt muss erst geklärt werden, wem die Gegenstände gehören.

Foto © APÜber 1.000 Gegenstände lagerten in der Halle
Das Bayerische Landeskriminalamt hat nach
einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in München Maya- und
Azteken- Kunstwerke im Wert von mehr als 64
Millionen Euro sichergestellt. Wie die Zeitung (Mittwoch) weiter
schreibt, seien in einer Lagerhalle 1.100 vermisste Museumsstücke,
darunter Skulpturen, Masken und Schmuckstücke, entdeckt worden.
Mehrere südamerikanische Länder hätten bereits Rechtsansprüche
angemeldet.
Schätze beschlagnahmt.
Die Kunstschätze werden
möglicherweise noch jahrelang in Bayern lagern. Nach Angaben des
Bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) wird es sehr zeitintensiv sein,
die Eigentumsrechte an den antiken Gegenständen zu klären. Ein Kunstsammler aus Costa Rica behauptet nach Angaben der
Zeitung, er sei der rechtmäßige Besitzer. Das Landeskriminalamt habe
die Kunstwerke im Auftrag von Interpol aufgespürt. Die
Staatsanwaltschaft München habe die Beschlagnahme der
Kunstgegenstände bis zur Klärung der Sachlage angeordnet, berichtete
das Blatt weiter.
Vermutlich aus Spanien.
In einem ähnlichen Fall ermittle das LKA seit Ende der 90er Jahre
wegen gestohlener Kirchenkunst aus Zypern, sagte ein Polizeisprecher
am Dienstag. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde die
Maya-Sammlung heimlich aus Spanien nach Deutschland gebracht. Wem die
Kunstwerke gehören, ist bisher nicht geklärt. Die Herkunft und Zusammenstellung der Sammlung ist den Angaben
zufolge vollkommen unklar. Die jüngste Spur zumindest eines Teils der
Sammlung stammt aus dem Jahr 1997. Damals seien die Gegenstände im
spanischen Santiago de Compostela gezeigt worden.
Features
Fakten
Bei der vor einer Woche in in einer Lagerhalle gefun-
denen Sammlung
handelt es sich höchstwahrscheinlich um insgesamt 1.100 Gegen-
stände,
darunter Skulptu-
ren, Masken und Schmuck, wie das LKA am
Mittwoch in München mitteilte.
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Einige Länder haben bereits Anspruch auf die Kunstwerke erhobenFoto © APA











