Schafherde brachte in Tunnel ICE zum Entgleisen: 25 Verletzte
Ein ICE-Schnellzug ist am Samstagabend in der Nähe der deutschen Stadt Fulda - ca. 100 Kilometer nordöstlich von Frankfurt/Main - in einem Bahntunnel in eine Schafherde gerast und entgleist.

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Mit mehr als 200 Stundenkilometern ist
ein ICE am Samstagabend zwischen Fulda und Würzburg in eine
Schafherde gerast und in einem Tunnel entgleist. Bei dem Zugunglück
wurden 23 Insassen verletzt, drei von ihnen mussten mit
Knochenbrüchen ins Krankenhaus gebracht werden, wie ein Sprecher der
Bundespolizei Koblenz am Sonntagmorgen mitteilte. Die Schafherde
hatte laut Polizei im Einfahrtsbereich des Tunnels die Gleise
blockiert.
Tote Tiere.
Das Unglück im Landrückentunnel, dem mit elf Kilometern längste
Eisenbahntunnel Deutschlands, ereignete sich gegen 21.00 Uhr auf der
Fahrt der Zuges von Hamburg nach München. Der ICE mit zwölf Waggons
und zwei Triebköpfen kam nach Angaben der Polizei erst einen
Kilometer nach dem Aufprall in dem Tunnel zum Stehen. 20 Schafe
wurden getötet.
Unklar.
Wie die Tiere auf die Gleise gelangen konnten, war zunächst
unklar. Der Schäfer sei jedoch zum Zeitpunkt des Unglücks nicht bei
der Herde gewesen, sagte der Polizeisprecher. Gegen ihn werde
ermittelt. Ob die Schafe eingezäunt waren oder sich frei in der Nähe
des Tunnels bewegen konnten, war zunächst nicht bekannt.
Ersatztransfer.
Die insgesamt rund 170 Fahrgäste wurden mit Bussen ins Bürgerhaus
Mittelkalbach in der Rhön gefahren und von dort aus zu ihren
Zielorten gebracht.
Verkehrsbehinderungen.
Die Bahn rechnet laut Bundespolizei auch in den nächsten Tagen
noch mit erheblichen Beeinträchtigungen des Nah- und Fernverkehrs,
bis die Bergung und Instandsetzung in dem 15 Kilometer südlich von
Fulda gelegenen Tunnel abgeschlossen sind. Betroffen sind demnach
alle ICE-Verbindungen über die Schnellfahrstrecke Würzburg-Fulda, die
Züge müssen umgeleitet werden. Bahn und Technisches Hilfswerk
berieten am Sonntag, wie der entgleiste Zug aus dem Tunnel entfernt
werden kann.
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Schafherde wurde vom Zug mitgerissenFoto © APA











