Schüler feierten ihre Zeugnisse mit viel Bier in fremder Schule
Vier betrunkene Berufsschüler von Lehrern aus Schulhaus gejagt. Der ungeordnete Rückzug endete mit Schnittverletzungen und Bierwolke.
Feucht-fröhlich wollte eine vierköpfige Gruppe Jugendlicher am Freitag in Villach höchstwahrscheinlich ihr Berufsschulzeugnis feiern. Als Ort der Feier wählte sie aber nicht die eigene, sondern eine fremde Schule, nämlich das CHS, das Centrum Humanberuflicher Schulen. Dort zogen die schon sehr angeheiterten Jugendlichen, die sich kaum mehr auf den Beinen halten konnten, gegen elf Uhr vormittags triumphal mit voller Bierkiste ein, um das anscheinend gute Ergebnis weiter zu begießen. Da das nicht sehr leise abging, wurden sie sofort entdeckt und von alarmierten Lehrern und Schulwart schleunigst zum Verlassen des Gebäudes aufgefordert.
Bierflaschen. Auf der hastigen Flucht fielen nicht nur volle Bierflaschen über die Stiegen, sondern auch einer der Jugendlichen. Durch die herumliegenden Scherben zog er sich Schnittwunden an der Hand zu und musste in das LKH Villach gebracht werden. In der Schule roch es noch lange wie in einem Bierbeisl. "Das war ein Vorfall, der schlecht zu Ende ging, aber gar nichts mit Gewalt in der Schule zu tun hat. Da war bestimmt kein Mutwille dabei", will CHS-Administratorin Jutta Rom die Sache nicht aufbauschen. "Über unsere Schüler hingegen kann ich nur das Beste sagen", betont Rom. "Bei uns am CHS passiert so viel Positives, aber da redet man nicht darüber."
Trunkenheit. Festnahmen gab es keine, vermeldet die Polizei Villach. "Die Jugendlichen waren volljährig, es gab keinen Aufstand und Trunkenheit ist nicht strafbar."










