Sicherheit der Pensionen ist größte Sorge der Österreicher
"Aufsteiger" unter den drückendsten Problemen sind die Angst vor politischem Radikalismus, die Flüchtlings- und Asylantenfrage.

Foto © APAEine sichere Pension - das wünschen sich die Österreicher
Die Sicherheit der staatlichen Pensionen ist die
größte Sorge der Österreicher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage
des Linzer Meinungsforschungsinstituts "market", deren Ergebnisse am
Freitag veröffentlicht worden sind. "Aufsteiger" unter den
drückendsten Problemen sind die Angst vor politischem Radikalismus,
die Flüchtlings- und Asylantenfrage sowie, ob in Zukunft genug
Energie vorhanden sein wird.
Sorgen und Kopfzerbrechen.
69 Prozent beschäftigt die Sicherheit der staatlichen
Pensionen, 53 Prozent eine mögliche Erhöhung des Antrittsalters. 62
Prozent machen sich Gedanken um die Vorsorge für die eigene
Gesundheit. 57 Prozent bereitet die Zukunft ihrer Kinder
Kopfzerbrechen.
"Aufsteiger".
Vergleicht man die aktuellen Ergebnisse mit den Daten aus dem Jahr
2004, stechen drei "Aufsteiger" ins Auge: Die Frage, wie das
Flüchtlings- und Asylantenproblem gelöst werden kann, beschäftigt
heute 49 Prozent - 2004 war es nur ein Drittel. Die Sorge, dass es in
Österreich zu einer politischen Radikalisierung kommen könnte, hat
sich von 16 auf 32 Prozent verdoppelt. Auch die Energie-Zukunft, über
die 2004 nur ein Viertel der Befragten Gedanken machte, beschäftigt
heute bereits 41 Prozent.
Türkei war neu.
Ob es in Atomkraftwerken ehemaliger Oststaaten zu einer
Katastrophe kommen könnte, fragt sich nur ein knappes Drittel. Dass
Atomwaffen der früheren Sowjetunion in falsche Hände geraten könnten,
befürchtet gar nur ein Fünftel. Neu im Test war die EU-Aufnahme der
Türkei, um die sich immerhin 36 Prozent Gedanken machen. Ein
eventueller NATO-Beitritt Österreichs bereitet 22 Prozent Sorgen,
eben so viele beschäftigt die Frage, ob ein wirksames Mittel gegen
AIDS gefunden werden kann.
"Absteiger" im Sorgenranking ist die Frage, wie man neue
Arbeitsplätze schaffen kann. Sie sank von 44 auf 36 Prozent. Auch die
Wirtschaftsentwicklung in Österreich beschäftigt deutlich weniger
Befragte als noch vor vier Jahren. Diese Nennung sank von 59 auf 53
Prozent. Schlusslicht bei den Themen, über die sich die Österreicher
Gedanken machen, ist die Wirtschaftsentwicklung in den ehemaligen
Oststaaten. Über sie zerbrechen sich jetzt 15 Prozent den Kopf, 2004
waren es noch 18 Prozent.
Features
Fakten
"market" hat im Zeitraum von 5. bis 19. März 510 repräsentativ für die Bevölkerung über 15 Jahre ausgewählte Personen persönlich befragt.












