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Zuletzt aktualisiert: 25.04.2008 um 21:26 Uhr

Paragleiter aus Baum gerettet

Holländer hatte Glück im Unglück: Er musste nach heftigen Turbulenzen in einem Baum in Debant notlanden. 36-Jähriger blieb unverletzt.

Der Paragleiter beim Warten auf seine Bergung

Foto © HatzDer Paragleiter beim Warten auf seine Bergung

Spektakuläre Rettungsaktion der Feuerwehren Debant und Lienz an der Großglocknerstraße in Debant. Ein holländischer Paragleiter hing minutenlang mit seinem Notfallschirm in einer Fichtenallee und drohte aus acht Meter Höhe abzustürzen. Schaulustige konnten mitverfolgen, wie sich der Wipfel an dem die Seile des Schirmes hingen, sich Zentimeter für Zentimeter unter der Last des Piloten zu Boden neigte. Am Ende ging am späten Donnerstagnachmittag dieser Flugtag für den 36-Jährigen glimpflich aus.

Der Paragleiter aus Utrecht stieg am Mittag auf der Emberger Alm in Oberkärnten zu einem Weitstreckenflug nach Osttirol auf. Die ersten Flugkilometer verliefen bei guten Windverhältnissen recht unspektakulär und der Pilot schraubte sich durch das Drautal in Richtung Lienzer Talboden immer weiter nach oben. Gegen 14 Uhr kreiste er mit seinem Paragleiter in über 2700 Meter Seehöhe über dem Zettersfeld und wollte über dem Debanttal seinen Rückflug nach Greifenburg starten. "Da geriet er in heftige Turbulenzen", berichtet Chrysanth Inwinkl von der Polizeiinspektion Dölsach. In der Folge ging's blitzschnell. Der Seitenkopf des Paragleiters klappte ein, der Pilot drohte mit seinem Fluggerät kopfüber abzustürzen.

Rettung in letzter Minute. Polizist Inwinkl: "In letzter Minute konnte der Holländer seinen Notfallschirm ziehen." Damit nicht genug der Turbulenzen. Aber: Der Flugsportler hatte großes Glück in seinem Unglück. Mit der Kappe seines Notfallschirms blieb er in einem Baumwipfel hängen, ansonsten, bestätigte der Polizist, wäre der Abgestürzte entweder direkt auf die daneben vorbeiführende Großglockner-Straße oder in die Hausmauer der Volksschule Debant gekracht. So musste der "Bruchpilot" lediglich bis zu seiner Rettung durch einen Lienzer Feuerwehrmann, der mit der Drehleiter ausfuhr, geduldig ausharren. Der Pilot blieb unverletzt.

GÜNTHER HATZ

Surfen mit dem Wind

Paragleiten. Diese Sportart ist eine Mischung aus Drachenfliegen und Fallschirmspringen und vereint Elemente beider Sportarten in sich. Es ist die einfachste Art der Fliegerei.
Pilot. Er sitzt in Sitzgurten und muss darauf achten, dass alle Leinen frei laufen und die Luftkammern offen sind.

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Die Feuerwehr half dem Holländer "aus dem Baum"Foto © Hatz

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Der Notfallschirm hatte sich über den Wipfel der Fichte gestülptFoto © Hatz

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