Teilzeitarbeit ist in Österreich Frauenarbeit
Teilzeitarbeit ist in Österreich Frauenarbeit: Derzeit arbeiten 800.000 Menschen oder fast ein Viertel aller unselbstständig Beschäftigten Teilzeit.

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85 Prozent der
Teilzeitbeschäftigten sind Frauen. Knapp die Hälfte aller Betroffenen
sehen Teilzeit nur als Übergangslösung, um später wieder länger oder
Vollzeit zu arbeiten. Allerdings glaubt nur etwa ein Drittel, dass
das leicht möglich wäre.
Laut Studie. Dies ergab eine im Auftrag der Gewerkschaft der
Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP)
durchgeführte IFES-Studie bei österreichweit 68 Betrieben, die
Montag in der GPA präsentiert wurde. Teilzeitbeschäftigte sind im
Schnitt 24,5 Stunden wöchentlich angemeldet, tatsächlich arbeiten sie
jedoch 26,4 Stunden, also um fast 2 Stunden mehr. Laut Studie leistet
die Hälfte aller Teilzeitbeschäftigten Mehrarbeit, davon ein Drittel
sogar mehr als 4 Stunden pro Woche. In fast 70 Prozent der Fälle wird
die geleistete Mehrarbeit in Zeitausgleich abgegolten.
Gründe. Gründe für Teilzeitarbeit sind zu fast 60 Prozent
Kinderbetreuungspflichten, zu einem wesentlich kleineren Teil,
nämlich zu 26 Prozent, sonstige private Verpflichtungen wie Betreuung
älterer Personen. Ein Fünftel gab an, Teilzeit zu arbeiten, um mehr
Zeit für Hobbys und private Interessen zu haben, und 11 Prozent haben
keinen geeigneten Vollzeitarbeitsplatz gefunden.
Mehrarbeitszuschlag. Die gesetzliche Neuregelung per 1. Jänner 2008, nämlich die
Einführung des 25-prozentigen Mehrarbeitszuschlages für
Teilzeitbeschäftigte, kennen 60 Prozent nicht. Bereits nach einem
Quartal habe es eine Reihe konkreter Fälle gegeben, den
Mehrarbeitszuschlag zu umgehen, so die Regionalgeschäftsführerin der
GPA-DJP, Barbara Teiber.
Versuche. Gehäuft kommen entsprechende Versuche, wie zum Beispiel die
Ausweitung des Durchrechnungszeitraumes von derzeit 3 Monate auf bis
zu ein Jahr im Handel und bei den sozialen Dienstleistungen vor.
Aktuell drängt derzeit die Papierindustrie, die mitten in den
Kollektivvertragsverhandlungen steckt, auf eine Streichung des
Mehrarbeitszuschlages. In der Elektroindustrie soll der Zuschlag bei
der Altersteilzeit wegfallen.
Stundenaufstockung. Andererseits wiederum ist es bereits in 12 Prozent der
Handelsbetriebe durch die Einführung des Zuschlages zu
Stundenaufstockungen gekommen.
Kein "Frauenprogramm". Wichtig ist der Gewerkschaft, dass Teilzeit kein reines
"Frauenprogramm" bleibt. Sie weisen darauf hin dass Frauen, die neben
ihrem Beruf auch für die Familie arbeiten, eine wöchentliche
Belastung von 64 Stunden haben, während auf Männer nur 48,4 Stunden
pro Woche entfallen.
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Fakten
55 Prozent der teilzeitbeschäftigten Frauen fühlen sich gegenüber Vollzeitbeschäftigten benachteiligt. Hauptgrund mit 49 Prozent sind fehlende Aufstiegschancen, gefolgt von geringerer Entlohnung (44 Prozent).
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Frauen arbeiten häufig TeilzeitFoto © APA











