Gewalttat: Frau flüchtete barfuß durch Heimatstadt
Todesängste stand eine Ferlacherin aus: Ex-Freund drang nachts in Wohnung ein, schlug und würgte die 19-Jährige. Sie entkam schwer verletzt.
Der Notruf einer völlig verzweifelten Frau ging Freitag frühmorgens bei der Polizei Ferlach ein: Sie sei auf dem Hauptplatz, brauche Hilfe, stammelte die Frau weinend ins Telefon. Wenig später fanden die Beamten die Anruferin auf. "Sie war barfuß, hatte nur eine Jogging-Hose und ein Leiberl an. Am Hals waren Würgemale zu erkennen", berichtet ein Ermittler der Kriminalgruppe Ferlach. "Die Frau - eine 19-jährige Angestellte aus Ferlach - stand unter so schwerem Schock, dass sie uns nicht sagen konnte, was passiert war."
Kieferbruch. Nach ärztlicher Erstversorgung wurde die 19-Jährige ins LKH Klagenfurt eingeliefert. Dort stellte sich heraus, dass die Frau neben Verletzungen an Hals, Rücken und Hüfte einen mehrfachen Kieferbruch erlitten hatte. Erst nach und nach konnte die Schwerverletzte schildern, was geschehen war.
Alkoholisiert. Zugefügt hatte ihr die schweren Verletzungen ihr Ex-Lebensgefährte, ein Berufssoldat (24) aus Ferlach. Von ihm hatte sie sich vor kurzem getrennt, war in ein Mehrparteienhaus gezogen. Dort tauchte der 24-Jährige in schwer alkoholisiertem Zustand am Freitag gegen drei Uhr früh auf, läutete an und forderte die Ex-Freundin lautstark zur Rückkehr auf. "Damit nicht der ganze Wohnblock aufgeweckt wird, ging die 19-Jährige hinunter und forderte den Mann auf, zu gehen", erzählt der Ermittler. "Doch er entriss ihr den Schlüssel, stürmte in ihre Wohnung."
Misshandlungen. Als die Frau ihm folgte, fiel er brutal über sie her: Er trat ihr in den Rücken, würgte sie, schlug sie mit Fäusten. In Todesangst riss sie sich los, flüchtete barfuß durch Ferlach. Erst als ihr Verfolger stürzte, konnte sein Opfer am Handy den Notruf betätigen.
Verhaftung. Der Soldat wurde gestern verhaftet. Er sei so betrunken gewesen, dass er sich an die Vorfälle vom Freitag nicht erinnern könne, sagte er bei der Einvernahme.











