Jeder fünfte junge Kärntner ist untauglich
20 Prozent der 18-Jährigen fallen bei Musterung für Bundesheer durch. Hörschwächen, Übergewicht und psychische Erkrankungen nehmen zu.

Foto © APA20 Prozent der 18-Jährigen fallen bei der Musterung durch
Jeder fünfte 18-Jährige, der in Kärnten zur ersten Musterung für das Bundesheer antritt, fällt mittlerweile durch. Damit liegt Kärnten im österreichischen Schnitt. "75 Prozent haben eine medizinische, 25 Prozent eine psychische Diagnose", sagt Bundesheer-Presseoffizier Arno Kronhofer.
Hörschäden oben auf Liste.
Bei den physischen Problemen stehen Hörschäden ganz oben auf der Liste. Und so mancher junge Mann ist einfach zu füllig - das Durchschnittsgewicht ist in den vergangenen zehn Jahren um zwei Kilo gestiegen. In beiden Fällen kann es sich, so Kronhofer, aber auch nur um eine vorübergehende Untauglichkeit handeln. Die Betroffenen könnten die Kriterien für den Wehrdienst eventuell zu einem späteren Zeitpunkt erfüllen.
Allergien.
Immer mehr Jugendliche haben außerdem Probleme mit dem Stützapparat. "Sie bewegen sich zum Teil einfach viel zu wenig", sagt Kronhofer. Stoffwechselerkrankungen und Allergien sind ebenfalls häufig Gründe, warum ein Bursche für untauglich erklärt wird. Auf dem Vormarsch sind in den vergangenen Jahren aber auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und Verhaltensauffälligkeiten. Ebenfalls ein Grund für die Ausmusterung sind angeborene körperliche Fehlbildungen, Probleme mit Nervensystem und Kreislauf sowie Sehschwächen.
Leichte Verschlechterung.
"Überhaupt ist in den vergangenen Jahren eine leichte Verschlechterung der Allgemeingesundheit der Jugendlichen zu bemerken", sagt Kronhofer. Nachwuchsprobleme für das Bundesheer in Kärnten sieht er aber nicht: "Die Zahl jener, die untauglich sind ist in den vergangenen Jahren relativ konstant." In Kärnten gibt es jährlich rund 8500 Stellungsverfahren. "4000 der Burschen sind Kärntner, der Rest kommt aus der Steiermark und Salzburg."
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In Kärnten gibt es jährlich rund 8500 Stellungs-
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