Beutezug durch Reisezug
Während Mutter und Kleinkind im Nachtzug nach Villach schlummerten, wurde ihnen 1200 Euro gestohlen. Einen Waggon weiter haben Diebe noch einmal zugeschlagen.
Böses Erwachen für zwei Bahnreisende: Auf der Fahrt zwischen Sargans in der Schweiz und Villach wurden sie gestern Nacht in ihren Abteilen im Schlaf beraubt. In einem Fall brachen Diebe sogar das versperrte Schloss des Schlafwagenabteils auf. Im Abteil schlief eine Vorarlberger Mutter (41) mit ihrem Kleinkind.
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1200 Euro. Die Täter stahlen ihre Handtasche. "Obwohl sie, wie sie sagt, schlecht geschlafen hat, hat sie nichts mitbekommen", sagt ein Beamter der Polizeiinspektion Villach-Hauptplatz. Die Tasche wurde vom Schaffner später auf der Toilette gefunden. Mitgenommen hat der Täter Handy, Scheck- und Bankomatkarten und das Bargeld in Höhe von 1200 Euro.
Laptop.
Einen Waggon weiter schlugen die Diebe noch einmal zu: Ein Schweizer Angestellter (27) war im nicht abgesperrten Liegewagen eingeschlafen. Obwohl dieser Bereich gut besucht war, gelang es, ihn zu berauben. Gestohlen wurden sein Laptop, ein Programmiergerät, mehrere Schlüssel und eine Zugangskarte zu einer Firma. Gesamtschaden: rund 3000 Euro.
Kein Schadenersatz.
Wer im Zug schläft, handelt streng genommen grob fahrlässig und provoziert einen Diebstahl. So zumindest sehen es die Versicherungen. Für gewöhnlich gilt deshalb: Wer im Zug bestohlen wird, bekommt von der Haushaltsversicherung keinen Schadenersatz. "Nur wenn Gewalt angewendet wird, der Täter etwa eine Drohung ausspricht, wird der Schaden erstattet", sagt Kurt Tschemernjak, Leiter der Schadensabteilung der Kärntner Landesversicherung.











