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Zuletzt aktualisiert: 11.04.2008 um 10:17 Uhr

AK warnt vor Abzocke bei Internet-Gebühren

Internetsurfen im Urlaub kostete eine junge Kärntnerin 2700 Euro. Die Arbeiterkammer warnt User vor teuren Roaming-Gebühren und fordert genaue Information.

Internetsurfen im Ausland kann extrem teuer werden, denn der Wechsel in ein fremdes Netz wird dem User meist nicht angezeigt. Eine unwissende Kärntner Konsumentin sollte deshalb 2700 Euro an Internet-Gebühren zahlen. Der Konsumentenschutz der Arbeiterkammer (AK) bestätigt, dass es sich dabei leider um keinen Einzelfall handelt.

Teure Roaming-Gebühren. Wie die AK in einer Aussendung mitteilt, verbrachte die 30-Jährige ihren Urlaub in Italien, hatte ihren Laptop dabei und nutzte das Internet. Nach ihrer Rückkehr stellte sie einen Monat später fest, dass 2700 Euro an Internetkosten angefallen waren. Sie hielt Rücksprache mit der Telefongesellschaft und ihr wurde erklärt, dass sie in einem fremden Netz gesurft hatte. Dabei waren so genannte Roaming-Gebühren angefallen.

Probleme im Ausland. Da das Telekommunikationsunternehmen auf die Bezahlung der Summe bestand, wandte sich die Frau an die Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Kärnten. Die AK intervenierte beim Provider und erreichte, dass auf dem Kulanzweg immerhin auf 1000 Euro verzichtet wurde. Mit solchen und ähnlichen Fällen sieht sich die AK-Konsumentenberatung immer häufiger konfrontiert. "Das ist leider kein Einzelfall. Probleme mit dem Internetsurfen im Ausland gibt es oft", erklärt Josefine Traunik, Leiterin des AK-Konsumentenschutzes.

Forderung der AK. Von der AK wird nun kritisiert, dass der Wechsel in ein anderes Netz beim Surfen im Ausland oder in Grenzgebieten ohne entsprechendes Aufmerksammachen geschieht. "Die Internet-Nutzer wissen meist gar nicht, dass eine Änderung erfolgte und sie sich in einem fremden Netz befinden", weiß Traunik. Die Ergebnisse sind hohe Roaming-Gebühren und immense Internetrechnungen. Die AK fordert deshalb, dass bei einem Netzwechsel automatisch ein Popup-Fenster erscheint, das den User darüber informiert. "Der Konsument kann dann selbst entscheiden, ob er weiter surfen will, oder nicht", schlägt Traunik vor.


Internet-Roaming

... ist die Fähigkeit eines Users in einem anderen Netz-werk als seinem Heimnetz-werk online zu gehen. Tritt ein, wenn sich der User im Ausland aufhält, also einem gebiet, das nicht durch sein Heimnetzwerk abgedeckt wird.

Provider

...ist ein Internetdienst-anbieter.

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