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Zuletzt aktualisiert: 10.04.2008 um 11:09 Uhr

Lärmreduktions-Projekt: Akustik-Offensive an steirischen Schulen

In der "Woche des Zuhörens" präsentieren steirische Schulen Lärmreduktions-Projekte. Die Aktion findet zwischen 14. und 18. April statt.

Foto © APA

Wer etwas lernen will, muss zuhören können. In der Steiermark hat sich eine Initiative "ARGE Zuhören" formiert, die die "Kunst des Zuhörens" stärker ins Bewusstsein von Schülern und Lehrern rückt und Wege sucht, den Lärm in der Schule zu reduzieren. In der gemeinsam mit dem Landesschulrat veranstalteten "Woche des Zuhörens" zeigen die Schulen ab dem 14. April, welche Maßnahmen ihnen dazu eingefallen sind.

Lärmproblem. Gut zuhören zu können, wird in der Schule vorausgesetzt. Wie aber beispielsweise eine Studie der ARGE Zuhören gezeigt hat, gibt es in den Klassenzimmern in der Steiermark - aber wohl nicht nur dort - ein gravierendes Lärmproblem: Mehr als ein Drittel der 1.100 befragten Schüler gaben an, dass es ihnen "oft", bzw. "sehr oft" schwer falle, aufgrund des Umgebungslärms dem Unterricht zu folgen. Etwa einem weiteren Drittel der Lehrer und Schüler ist es "hin und wieder" zu laut im Klassenzimmer.

"ARGE Zuhören". Vor allem aus deutschen Studien sei bekannt, dass die Mehrzahl der Schulen über eine schlechte Akustik verfügen, schildert Josef Zollneritsch vom Schulpsychologischen Dienst im Landesschulrat für Steiermark und Fachexperte in der im Vorjahr in der Steiermark gegründeten "ARGE Zuhören". Auch in der Steiermark gebe es, was den Lärmschutz anbelangt Handlungsbedarf, so Zollneritsch.

Schallkulissen. Die Flucht aus dem Lärmchaos führt in grotesker Weise oft in eine neue Lärmsituation, weiß Zollneritsch: Der überwiegende Teil der Schüler besitzt einen MP3-Player, von dem sich die Schüler beschallen lassen, um sich von der Schallkulisse ihrer Umgebung auszuklinken. Der zwischenmenschliche Dialog bleibt dabei auf der Strecke. MP3-Play-Verbote in den Schulen stehen im Raum.

"Lärmampeln. Die ARGE Zuhören führt u.a. Schülern und Lehrern die Lärmsituation, in der sie sich befinden, mittels 'Lärmampeln' vor Augen, schildert Zollneritsch. An 150 steirischen Schulen kamen die Geräte, die zeigen, wie schnell die Geräuschpegel in den Klassenzimmern ansteigen können, bereits zum Einsatz. "Alleine diese Sensibilisierung führt schon dazu, dass es ruhiger in den Klassen wurde", schildert der Schulpsychologe.

Herangehensweisen. In der Woche ab dem 14. April werden die Schulen vorführen, was ihnen alles zum Thema Lärmreduktion eingefallen ist. "Wie die Schulen an das Thema herangehen, ist völlig unterschiedlich", so Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz. Er selbst wird in dieser Woche als Vorleser an den Schulen unterwegs sein.


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