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Ein paar Stunden aus 1001 Nacht beim Life Ball "Ich habe öfters gelogen" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Ein paar Stunden aus 1001 Nacht beim Life Ball "Ich habe öfters gelogen"
Zuletzt aktualisiert: 02.04.2008 um 13:29 Uhr

500.000 Euro für die Rechte der Uni-Frauen

Eine knappe halbe Million Euro investiert die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt in die Gleichstellung und Gleichberechtigung "ihrer" Frauen. Obwohl das alle gut finden, gibt es manchmal ziemlichen Ärger.

Da schien Rektor Heinrich C. Mayr selbst überrascht: "Wenn man alles zusammenrechnet – Dienstposten, Arbeitszeiten, Kosten –, investiert die Universität fast eine halbe Million Euro pro Jahr in Gender- Mainstreaming." So viel Geld für so ein kompliziertes Wort, mag man/frau – vor allem außerhalb der Uni – denken.

"Gut investiert". Nicht so Mayr: "Das Geld ist gut investiert, denn es geht darum, die Gleichstellung durchzusetzen – in Lehre, Forschung, Strukturen, Organisation und Job-Besetzungen, einfach überall, denn wir haben uns in unseren Leitlinien der Gleichberechtigung und Geschlechterdemokratie verschrieben." Positiver Beleg: "Im Vorjahr wurden fünf von neun neuen Professuren mit Frauen besetzt. Sie waren besser qualifiziert."

Wunder Punkt. An gelegentlichem Ärger ist auch Tina Bahovec Schuld, wenn sie als Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen den Finger auf wunde Punkte legt: "Wir haben den gesetzlichen Auftrag, Diskriminierung durch Uni-Organe entgegenzuwirken – ob es um Geschlecht, Religion, Rasse, ethnische Zugehörigkeit oder Alter geht." Wird in einer Stellenausschreibung ein "junger dynamischer Bewerber" gesucht, schreitet sie ebenso ein wie beim Wunsch nach "älteren erfahrenen Mitarbeitern".

Transparent machen. "Wir wollen, dass die Verfahren transparent und nachvollziehbar sind. Das darf nicht von Kriterien wie dem Geschlecht abhängen." Oft ließen sich Konflikte im Vorfeld klären; zweimal in den letzten Jahren habe der Arbeitskreis die Schiedskommission angerufen. Manchmal schlagen die Konflikte intern und öffentlich hohe Wellen, wie der Sexismus-Streit um ein Kalender-Projekt Ende des Vorjahres.

"Überzogene Darstellung". Etwas widerwillig räumt auch Rektor Mayr ein: "Manche sagen, die Darstellung der Gender-Problematik werde überzogen dargestellt und fühlen sich permanent damit konfrontiert und gehen in die innere Emigration. Wir kommen auch nur schwer voran, weil wir bei jeder Studierenden- Generation von vorn anfangen müssen. An den Schulen wird in der Hinsicht viel zu wenig getan." Das ist Wasser auf Tina Bahovec? Mühlen: "Wir werden manchmal angegriffen, aber das gehört dazu, wenn man die Sensibilität erhöhen will. Wichtig ist die Einrichtung einer Stabsstelle für Gender-Mainstreaming – und mehr Personal."


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ak-GLEICH

Der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen kämpft gegen Diskriminierung.

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Fachabteilung für Frauenförderung und Diskriminierungsschutz koordiniert Maßnahmen.

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Zentrum für Frauen- und Geschlechterstudien organisiert Gender Studies und fördert Netzwerke von/für Frauen.

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Referat für Frauen- und Gleichbehandlungsfragen der ÖH.

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