Radioaktive Lkw-Fracht: Zwei Polizisten verstrahlt
Die zwei Beamten kontrollierten am Ostermontag in Nickelsdorf einen holländischen Transporter. Das Ladegut war nicht korrekt deklariert. Strahlendosis ungewiss.
Bei einer Lkw-Kontrolle in Nickelsdorf (Bezirk
Neusiedl am See) sind am Ostermontag zwei Polizisten mit radioaktivem
Material verstrahlt worden. Die Beamten überprüften einen Tieflader
mit niederländischem Kennzeichen, der unter anderem eine
Bohrausrüstung transportierte. Während ihrer Tätigkeit waren sie
einer Neutronenstrahlung ausgesetzt. Wie hoch die Dosis war, ließ
sich allerdings nicht genau bestimmen, bestätigte der Leiter der
Verkehrsabteilung Burgenland, Oberst Franz Füzi, am Freitag gegenüber
der APA einen Bericht des ORF Burgenland.
Blutuntersuchung.
Den beiden Beamten, die der Strahlung ausgesetzt waren, gehe es
gut, so Füzi. Auf das Ergebnis der Blutuntersuchung warte man noch.
Am Montag soll es auch ein Gespräch mit einer Arbeitsmedizinerin
geben, um abzuklären, ob zusätzlich eine nuklearmedizinische
Untersuchung durchgeführt werden soll.
Cäsium-Werte "im Normbereich".
Der Tieflader, der sich auf dem Weg von Rumänien nach Luxemburg
befand, transportierte einige Kisten mit Metallteilen, darunter
befand sich auch ein Bohrer, wie er bei Probebohrungen benutzt wird.
Bei einer Überprüfung habe man zunächst Cäsium-Werte "im Normbereich"
festgestellt, so Füzi. Da die Ladung nicht ordnungsgemäß deklariert
war, wurde ein weiteres Messgerät vom Innenministerium angefordert.
Höhe der Strahlendosis unklar.
Mit Hilfe dieses Apparates sei dann eine Neutronenstrahlung
festgestellt worden. Die exakte Höhe der Strahlendosis habe man
jedoch nicht feststellen können. Nachdem der Transport durch die
Firma ordnungsgemäß deklariert worden war, habe er seine Fahrt
fortsetzen dürfen.
Features
Messgeräte
Für den Nachweis und die Messung von Radioaktivität gibt es eine Vielzahl von Detektoren. Der wohl bekannteste ist der Geiger-










