Tausende demonstrieren gegen US-Truppen auf Okinawa
Bürgermeister: "Die abscheulichen Verbrechen nehmen kein Ende".

Foto © APATausende demonstrieren gegen US-Truppen auf Okinawa
Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag
auf der japanischen Insel Okinawa gegen Vergehen der dort
stationierten US-Truppen demonstriert. "Die abscheulichen Verbrechen
nehmen kein Ende", sagte der Bürgermeister von Okinawa, Mitsuko
Tomon, vor der in Chatan versammelten Menschenmenge laut der
Nachrichtenagentur Kyodo. In dem Ort war im Februar ein
US-Marineinfanterist unter dem Verdacht verhaftet worden, ein
14-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben.
Strafverfolgung.
Zu der Kundgebung kamen nach Angaben der Organisatoren trotz
schwerer Regenfälle rund 6.000 Menschen. Sie forderten eine
Verringerung der US-Streitkräfte auf der südjapanischen Insel und
eine Änderung der Vereinbarung, die den Status der knapp 50.000
US-Soldaten in Japan regelt. Nach dem Willen der Demonstranten sollen
die japanischen Behörden bei der Strafverfolgung der Soldaten mehr
Rechte bekommen.
Proteste.
Das Verhältnis zwischen der Bevölkerung von Okinawa und der
US-Armee ist seit langem angespannt. Die Vergewaltigung eines
zwölfjährigen Mädchens im Jahr 1995 hatte zu Massenprotesten gegen
die Militärpräsenz geführt.
Immer wieder hätten die Bewohner Okinawas bei den Regierungen in
Tokio und Washington protestiert, sagte der Bürgermeister bei der
Kundgebung am Sonntag Kyodo zufolge. Aber jedes Mal seien sie mit
Füßen getreten worden.










